Die Schulbushaltestelle in der Ortsmitte neben dem Pfarrhaus mit Möglichkeit einer Überdachung für die jungen Fahrgäste war das Eingangsthema der jüngsten Sitzung des Rannunger Gemeinderats. Bei der Ortsbesichtigung stellte Bürgermeister Fridolin Zehner (CSU/FW) hierzu zwei Alternativen vor: die Möglichkeit bestünde vor dem Pfarrgarten und vor der Kirche. Beide Grünflächen müsste zum Teil geopfert werden. Er teilte zudem mit, dass die vorhandene Haltestelle am Dorfplatz als weitere Alternative im Gespräch bei der Fahrplangestaltung des ÖVB sei.
Das Bushäuschen würde etwa um die 4500 Euro kosten, informierte Sybille Büttner (Bürgerliste) bei der anschließenden Sitzung im Rathaus über ihre eigenen Gespräche mit dem Landratsamt und mit der ÖVB zur Haltestelle am Dorfplatz.

Mehrere Varianten möglich

Yvonne Seufert brachte zudem noch eine weitere Variante ins Gespräch. Sie schlug vor, das Bushäuschen weg von der Straße und in den Pfarrhof zu verlegen. Das würde auch dem Einwand von Werner Keller (Bürgerliste) entsprechen: "Es gehe dabei doch um die Sicherheit der Kinder". Harald Leurer (CSU) dagegen sah hier eine übereilte Aktivität, er sähe die Maßnahme lieber in einem Gesamtkonzept mit der Gestaltung der Dorfmitte. Wolfgang Röder dagegen sah hier das Fehlen der Kirchenverwaltung in der Diskussion, was der Bürgermeister mit der bevorstehenden Sitzung der Kirchenverwaltung zu diesem Thema bestätigte. Erst dann werde man eine Entscheidung zum Standort treffen können.

Kindergarten wird umgebaut

Der Umbau des Kindergartens war ebenso Teil der vorhergehenden Ortsbesichtigung. Hier wurde die Garage für Kinderwagen bereits installiert, der Platz für Müllbehälter wurde ebenfalls begutachtet. Von den Rechnungen zum Umbau der Kindertagesstätte von über 870 000 Euro sind etwa 700 000 Euro bezahlt; dafür gab es bereits 350 000 Zuwendungen, informierte Bürgermeister Fridolin Zehner .
Beim Thema Wasserversorgung mit den Brunnen I und II stand noch die Vergabe der Arbeiten für die Steuer- und Energietechnik an, die für knapp 54 500 Euro an eine Firma in Oberfranken vergeben wurde. Die erforderliche Leitung zwischen den zwei Brunnen wird durch ein Privatgrundstück führen, erläuterte das Gemeindeoberhaupt nach Anfragen in der vorherigen Sitzung zu diesem Thema.

Neue Geschäftsordnung

Der Erlass einer neuen Geschäftsordnung führte mit einigen Änderungen zum Beschluss. Die Ladung zu Sitzungen bleibt wie bisher. Auf Antrag von Harald Leurer bleibt ferner auch der Betrag zur Beschäftigungsbefugnis des Bürgermeisters mit 2000 Euro wie bisher, statt vorgegebener drei Euro pro Einwohner; ein weiterer Antrag von Sybille Büttner betraf die stichpunktartige Protokollierung von Themen unter dem Punkt Verschiedenes in der Sitzung des Gemeinderates. Beide Anträge erhielten die mehrheitliche Zustimmung des Gemeinderatsgremiums.
Ein Antrag auf Genehmigung zur Errichtung einer Lagerhalle mit vorherigem Abbruch eines bestehenden Gebäudes in der Raiffeisenstraße 17 erhielt ebenfalls das gemeindliche Einvernehmen. Die Erschließung ist gesichert.
Unter dem Punkt Verschiedenes informierte Bürgermeister Zehner abschließend über die Arbeit der Lenkungsgruppe "Schweinfurter Oberland", zu deren Allianz sich die Gemeinde Rannungen bekannte. Im November wird über diese Entscheidung in den weiteren Kommunen abgestimmt. Zum Ausbau des Kernwegenetzes (3,5 Meter breit und geteert) zur Nutzung für Landwirtschaft und Freizeit werden weitere Vorschläge im Gemeinderat erwartet.