Es war die größte Investition, die Münnerstadt getätigt hat. Rund zehn Millionen Euro hat die Generalsanierung der Mehrzweckhalle gekostet, wobei der städtische Anteil bei knapp der Hälfte lag. "Bei den coronabedingt leider nur wenigen Veranstaltungen hat sich die sanierte Halle bereits bestens bewährt", sagt Bürgermeister Michael Kastl dazu. Sie entspreche den neuesten baulichen und technischen Standards und präsentiere sich den Besuchern hochwertig und städtisch-modern. "Ich freue mich schon sehr auf die ersten Großveranstaltungen nach Corona, da kann die Mehrzweckhalle dann einem breiten Publikum zeigen, was sie zu bieten hat", sagt er. Die Mitglieder des TSV Münnerstadt, die die Mehrzweckhalle hauptsächlich nutzen, ziehen ebenfalls ein sehr positives Resümee.

Alle sind zufrieden

"Wir sind sehr zufrieden", sagt Thomas Geyer, der sich mit Günter Scheuring und Johannes Wolf den Vorsitz beim TSV teilt. Die technische Einrichtung, die Aufteilung, Duschen, Umkleideräume: "Alles super, auch die Halle selbst." Thomas Geyer schwärmt vom Hallenboden, der LED-Beleuchtung und der Verkleidung aus Lochplatten, durch die eine sehr gute Akustik entsteht. "Die ganze Atmosphäre ist super." Nicht zu vergessen: Die Halle verfügt jetzt über ein leistungsstarkes Wlan, was besonders für den Spielbetrieb wichtig ist. In dieses Lob stimmen die beiden Leichtathletik-Übungsleiterinnen Iris Heid und Martina Greithanner mit ein. "Es macht total Spaß, hier Training zu halten und selbst zu trainieren", sagen sie. Und mit Blick auf die Tartanbahn, die gerade saniert wird, fügt Iris Heid hinzu: "Noch mehr freuen wir uns, wenn die Bahn fertig ist."

Wie bei so einem Projekt üblich, sind ein paar Kleinigkeiten aufgetreten. "Ganz normal", sagt Günter Scheuring dazu. So musste beispielsweise die Lüftungsanlage neu programmiert werden, bei den Fliesen sind auch noch ein paar Nachbesserungen nötig. "Die Stadt weiß Bescheid und lässt es abstellen."

Noch nicht ganz fertig gestellt ist der Vorplatz. "Den finden wir klasse", sagt Günter Scheuring. In den künftigen Pflanzstellen an den Parkplätzen fehlt noch der Mutterboden. Darum werden sich die TSV-Mitglieder kümmern, ebenso um die Pflege der Pflanzen. Ein weiteres noch ausstehendes Projekt ist die Umfriedung des Biergartens der TSV-Gaststätte Meteora. Die wird als Stahl-Glas-Konstruktion durch eine Firma errichtet, wobei die Sportler beim Aufbau helfen. Die Kosten dafür teilen sich der TSV und die Stadt. "Das ist das, was super klappt", sagt Thomas Geyer zur Zusammenarbeit.

Die TSV-Mitglieder haben ihren Beitrag geleistet, damit das ganze Sportzentrum im neuen Glanz erstrahlt. So kümmerten sie sich beispielsweise um die Tribüne am Stadion. Die Wechselkabinen werden noch folgen, und auch der Spielplatz hinter der Halle soll kindgerecht nach den neusten Vorschriften umgestaltet werden.

Auch Günter Scheuring lobt das gute Verhältnis zwischen TSV und Stadt. Rein rechtlich gesehen gehört alles der Kommune, allerdings hat der Sportverein in den letzten Jahrzehnten sehr viel Geld investiert. Auch jetzt finanzierten die Sportler die Sanierung der Gaststätte, der Küche, der Wohnung und teilweise der Toiletten an der Gaststube selbst. Für die Nutzung der städtischen Mehrzweckhalle zahlt der TSV natürlich auch seine Gebühren an die Stadt.

Derzeit wird die Halle unter Einhaltung der aktuellen Coronaregeln genutzt, allerdings nicht in vollem Umfang. "Wir haben es den Übungsleitern freigestellt", sagen sie. Diese können selbst entscheiden, ob Training stattfindet oder nicht. Schließlich sind sie es, die dann alles kontrollieren und auch dokumentieren müssen.

Erstaunlich gut durch die Krise

Auch wenn Training und Spielbetrieb in den letzten zwei Jahren manchmal gar nicht und manchmal nur eingeschränkt möglich waren, steht der TSV Münnerstadt hervorragend da. "Wir kommen erstaunlich gut durch die Krise", sind sich die beiden Vorsitzenden einig. Über 30 Übungsleiter besitzen DOSB- oder BLSV-Lizensen. Dafür sind in den letzten beiden Jahren die Fördermittel verdoppelt worden, sagt Günter Scheuring, der auch gleich noch ein paar beeindruckende Zahlen nennt. Zum 1. Januar 2022 hatte der TSV 1243 Mitglieder, 48 Prozent davon sind unter 26 Jahren alt.

Mitgliederzahl wächst

Insgesamt ist die Zahl der Mitglieder gewachsen, ergänzt Thomas Geyer. Natürlich habe es ein paar Austritte gegeben, durch die neue Abteilung American Football sei das kompensiert worden, und nicht nur das: "Leichtathletik und Turnen boomen", sagt er. Da sind Mitgliederzuwächse zu verzeichnen.

Überhaupt ist die Grundstimmung sehr positiv. Das führen die Vorsitzenden auf das harmonische Miteinander im erweiterten Vorstand einschließlich der Abteilungsleiter zurück. "Und wir haben mit Ilias Siafakas einen super Wirt", betonen sie. "Das macht viel aus."