In diesem Jahr wird die Strecke gleich zwei Mal komplett durch die Altstadt führen, informiert Joachim von Hippel. "Das habe ich mir zur Augabe gemacht, und das habe ich geschafft", ergänzt Bürgermeister Helmut Blank. Beim letzten Lauf waren die Bravehearts einmalig vom Skaterplatz an der Lauer bis zum Rathaus und zurück gelaufen. Heuer wird sie der Weg von der Lauer entlang der Stadtmauer (Dr.-Engelhardt-Weg) bis zum Oberen Tor führen und dann mitten durch die Altstadt, einschließlich Anger und Marktplatz.

Für Zuschauer kostenlos

Auf einen Eintritt durch den Verkauf von Pins wird die Stadt entgegen der Ankündigung verzichten. Der Lauf bleibt für die Zuschauer kostenlos. Um trotzdem an ein wenig Geld für einen guten Zweck zu kommen, wird in der Altstadt eine Art Schleuse installiert. Die Läufer, die sich für diesen Weg entscheiden, spenden automatisch einen kleinen Betrag für einen guten Zweck. Das so gesammelte Geld kommt in diesem Jahr der Münnerstädter Volksschule zugute.
Weil der Lauf heuer durch die gesamte Altstadt verläuft, bieten sich auch mehr Möglichkeiten Versorgungsstände aufzubauen. Da seien die Ehrenamtlichen gefragt. "Kein Verein zahlt Standgebühr, alles was die Vereine erwirtschaften, geht in ihre Kassen", betont Helmut Blank. Wer Interesse hat, soll sich beim Veranstalter melden. Auch die Geschäftsleute, die beispielsweise eine Außenbewirtschaftung betreiben, zahlen kein Geld, erklärt das Stadtoberhaupt.
"Es wäre aber schön, wenn Sie ein Hindernis bauen", sagt Joachim von Hippel. "Die Leute sammeln sich an Hindernissen." Und Helmut Blank fügt hinzu.: "Je interessanter ein Hindernis ist, um so mehr Zuschauer kommen." Etwa 45 solcher Hindernisse werden die 3000 Läufer wieder bewältigen müssen.
Der Lauf war bereits Ende März 2014 ausverkauft, nur drei Wochen nach der letzten Veranstaltung. Am 7. März werden sich wieder Teilnehmer aus mehreren Kontinenten nach Unterfranken aufmachen, um sich auf der 28 Kilometer langen Strecke zu beweisen. Die Mehrzahl der Läufer kommt aus Europa, aber auch Australier und Sportler aus den USA, Argentinien oder Mexiko, aus Malaysia und Korea, Russland, Israel, dem Iran oder der Türkei findet man unter den Startern. Der Streckenverlauf wird ähnlich dem des vergangenen Jahres sein, einige Neuerungen sind aber geplant, unter anderem bei den Schlammgruben, beim Wasserhindernis "Loch Ness". Joachim von Hippel ist stolz darauf, dass er große Schlauchboote der Bundeswehr ordern konnte, unter die die Läufer durchtauchen müssen. "Das Loch Ness ist und bleibt ein Härtetest. Hier gibt es die meisten Abbrecher, wer sich das durchkämpft, kann wirklich stolz auf sich sein", so Joachim von Hippel.

Nicht noch schwieriger

Abwechslung für die "Wiederholungstäter" werde es im März 2015 natürlich geben, einige Passagen und Stationen werden geändert. "Der Schwierigkeitsgrad wird aber so bleiben, wir werden ihn nicht durch eine noch längere Strecke oder immer größere und gefährlichere Hindernisse erhöhen. Eher bauen wir die Stationen aus, bei denen die Bravehearts ihren einzigartigen Teamgeist zeigen können. Wir sind stolz darauf, trotz des hohen Anspruchs im Durchschnitt 97 Prozent Finisher zu haben und wollen diese gute Quote auch halten, trotzdem bleibt der BraveheartBattle nur etwas für die ganz Harten", sagt Joachim von Hippel.
Rund 2300 Höhenmeter kommen durch das ständige Auf und Ab am Michelsberg zusammen. Naturhindernisse wie holprige Trails, der Fluss Lauer, der See "Loch Ness", die steilen Waldabschnitte "von Hippel Hill" und "Heartbreak Ridge" sind typisch für den BraveheartBattle und werden weiter ausgebaut. Das bedeutet wieder: Viel Schlamm, viel kaltes Wasser, viele Steigungen und steile Abhänge, sperriges Dickicht, Sumpf und Abschnitte ohne jeglichen befestigten Weg oder Pfad. Die Sportler müssen zum Teil quer durch die Wildnis.
Feuchte, eiskalte Kleidung und nasse Füße dürfen ein Braveheart nicht abschrecken.
Zusätzlich dazu werden einige Stationen aufgebaut, an denen Klettern, Schwimmen und Tauchen, unter niedrigen Hürden durchrobben oder über den Fluss hangeln gefordert ist. Hier erwarten die Bravehearts einige Überraschungen, etwa bei den beliebten Schlammgruben, die von einem neuen Partner betreut werden. Mit einem Hindernis dabei ist auch wieder das Team aus der Westernstadt "El Dorado" Templin, wo im September ein weiterer Lauf des PAS-Team stattfindet, der CherokeeRun.

Der Teamgeist zählt

Unter den Teilnehmern des BraveheartBattle sind Ultra- und Extremläufer, Marathon-Läufer, Triathleten, aber auch viele gut trainierte Hobbyläufer. Davon sind etwa zehn Prozent Frauen, die Altersspanne reicht von 17 bis 68 Jahre. Was die 3000 Sportler aus der ganzen Welt nach Unterfranken lockt, ist aber nicht nur der hohe Anspruch, den die Strecke an sie stellt, sondern vor allem der einzigartige Teamgeist unter den Läufern.
Startschuss zum BraveheartBattle 2015 ist wie immer um 11 Uhr, es wird in Blöcken gestartet. Wer noch beim eigentlich ausverkauften Lauf teilnehmen möchte, dem empfiehlt der Veranstalter seine Facebook Page www.facebook.com/braveheartbattle.run. Hier werden vor allem ab Februar Startplätze von Sportlern angeboten, die verletzungsbedingt oder aus andern beruflichen und privaten Gründen nicht starten können.