"Zum gegenwärtigen Zeitpunkt und in der absehbaren Zukunft hat für diesen Sommer die Durchführung des Studiengenossenfestes mit rund 1000 Teilnehmern keine sichere Perspektive", so Paul Ziegler nach einer Videokonferenz und Diskussion der Mitglieder des Festausschussses. Die Entscheidung, die Veranstaltung nach 2020 erneut um ein Jahr zu verschieben, fiel einstimmig, heißt es in der Pressemitteilung.

Ab 2025 wieder normaler Rhythmus

Das bedeutet in der Konsequenz, dass die nächsten beiden Studiengenossenfeste in kurzer Folge stattfinden. Üblicherweise sind die Zusammenkünfte der ehemaligen Schüler des Johann-Philipp-von-Schönborn-Gymnasiums Münnerstadt alle fünf Jahre. Das 23. Studiengenossenfest - ursprünglich für 2020 geplant - wird also 2022 stattfinden und drei Jahre später, 2025, das 24. Studiengenossenfest wieder im "normalen Rhythmus". Die Gründe für die "Verschiebung der Verschiebung" lägen auf der Hand: Die Pandemie wird auch heuer nicht zu 100 Prozent kontrollierbar sein, die Infrastruktur für die Durchführung eines Festes - Gastronomie und Hotels - steht auf wackeligen Füßen, und die Corona-Regeln wird es bis in den Herbst hinein geben. "Fasst man diese Punkte und ihre Konsequenzen zusammen", so Paul Ziegler, "kann ein Studiengenossenfest 2021 nicht durchgeführt werden, mal ganz abgesehen davon, was uns die Politik in diesem Sommer überhaupt erlauben wird".

"Wer könnte verantworten, dass sich bei einem Fest in diesem Jahr auch nur ein einziger Teilnehmer mit Covid 19 oder einem seiner Mutanten ansteckt, oder sogar nach einer Ansteckung während des Studiengenossenfestes später stirbt?", so Paul Ziegler.

Keine Planungssicherheit

Peter Rottmann, Schulleiter des Johann-Philipp-von-Schönborn-Gymnasiums, sieht wie seine Kolleginnen und Kollegen im Festausschuss keine Planungssicherheit für dieses Jahr: "Das Studiengenossenfest Münnerstadt hat sein fest umrissenes Gesamtbild und seinen großen Reiz gerade im Charakter einer großen Veranstaltung, mit Vorträgen, Musikerlebnissen, einer lebendigen und geselligen Begegnung von Jung und Alt." Das sei auf absehbare Zeit in diesem Jahr der Pandemie wegen nicht zu planen oder zu gewährleisten. Sämtliche Pläne, die die 14 Mitglieder des Festausschusses ausgearbeitet haben, wandern erneut in die Schublade. Es wurden für die Durchführung des Festes bereits etliche Investitionen geleistet, die verloren sind. "Der finanzielle Schaden für uns als Veranstalter ist noch überschaubar", so Ziegler, "wir haben vorsichtig gewirtschaftet".