"Es waren 31 Jahre Lebenszeit, nicht nur Arbeitszeit." Sie hat ihren Beruf so geliebt, dass ein vorzeitiger Ruhestand überhaupt nicht in Frage gekommen ist. Ganz regulär ist sie nun in Rente gegangen. Nicht ohne von Schulleiter Harry Koch und dem Lehrerkollegium gebührend verabschiedet worden zu sein.
"Du musst im kommenden Jahr auf Deine geliebten Schülerinnen und Schüler verzichten", sagte Harry Koch in seiner Laudatio. Geliebte Schüler - das klinge sehr pathetisch, gestand er ein. "In Deinem Fall ist es, wie ich denke, doch passend." Einer ihrer Wahlsprüche sei: "Man sieht nur mnit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."

Weg war nicht vorgezeichnet

Dabei war ihr berufliche Lebensweg keineswegs vorgezeichnet. Ein ehemaliger Mathematiklehrer am Bad Neustädter Gymnasium hatte ihr die Freude an der Schule gründlich verdorben.