Für 2017 hat nun diese Baumaßnahme laut Bürgermeister Egon Klöffel oberste Priorität. Der beauftragte Architekt Reinhard Seufert aus Poppenlauer hat nun eine Kostenschätzung vorgelegt, wonach diese Maßnahme sich auf rund 320.000 Euro beläuft.


Mittel erst 2019

Diese Schätzung wurde vom Bischöflichen Ordinariat geprüft und für auskömmlich erachtet. Zirka 200.000 Euro entfallen auf die politische Gemeinde gemäß der Bauverpflichtung, 100.000 Euro würde der Kostenanteil der Finanzkammer der Diözese betragen, wobei die Mittel erst für 2019 in Aussicht gestellt werden können. Die Restsumme von zirka 20.000 Euro soll aus der Rücklage der Kirchenstiftung entnommen werden. Die Kosten müssten entsprechend im Gemeindehaushalt 2017 in dieser Form aufgenommen werden. Um die Maßnahme im laufenden Jahr durchzuführen, bedarf es einen Beschluss des Gemeinderates über die Zusage, dass die Kosten der Finanzkammer von 100.000 Euro zwischenfinanziert werden.


Die Kosten aufschlüsseln

Vor der Zustimmung kam es noch zu einigen Wortmeldungen. Werner Wenzel regte an, dass man nicht nur die nackten Zahlen des Finanzierungsplanes dem Gremium vorlegen sollte, sondern er würde es für gut heißen, wenn der Architekt die Kosten aufschlüsseln würde. Daraufhin versuchte Bürgermeister Klöffel die einzelnen Außensanierungsmaßnahmen, wie Dacheindeckung, Behinderteneingang, Statik oder Fenster zu erläutern. Der Vorbau am Eingangsportal sollte abgerissen werden, dagegen sprach sich aber die Kirchenverwaltung aus und stimmt allenfalls einem Fenstereinbau zu.

Der Gemeinderat beschloss, die Kosten für die Außenrenovierung der Kirche aufgrund der gemeindlichen Baulastverpflichtung bis zu einer Höhe von 200.000 Euro zu übernehmen. Er stimmte gleichzeitig dafür, den Kostenanteil der Finanzkammer der Diözese bis zur tatsächlichen Mittelbereitstellung zwischenzufinanzieren.


Diskussion um Förderantrag

Im Zusammenhang mit dem Förderprogramm der Interkommunalen Allianz, lag ein Förderantrag von Manuel Schmitt vor. In seinem Fall wird im Gemeindeteil Theinfeld in der Dorfstraße ein seit 1990 ungenutztes Nebengebäude umgebaut und einer bewohnbaren Nutzung zugeführt.


Umbau zu früh gestartet

Das Grundstück liegt im ausgewiesenen Förderbereich und erfüllt die Voraussetzungen, hätte der Bauherr nicht den Fehler begangen, mit den Umbaumaßnahmen bereits vorzeitig zu beginnen. Ein frühzeitiger Baubeginn ohne Zustimmung kann eigentlich nicht bezuschusst werden. Allerdings, so Schmitt, stehen im Jahre 2017 noch Investitionen zur Fertigstellung und Bezugsfertigkeit laut beigefügter Baukostenaufstellung an.

Die Fördersumme beträgt zehn Prozent der Investitionssumme, maximal 10.000 Euro. Im Fall von Manuel Schmitt wäre der mögliche Förderbetrag voraussichtlich 2460 Euro. Nach einer lebhaften Diskussion prallten auch bei diesem Punkt Pro und Kontra aufeinander. Heribert Klöffel machte sich stark dafür, dass der Antragsteller eine Förderung erhält, während Werner Wenzel darauf aufmerksam macht, dass hier ein klarer Verstoß gegen die Fördervoraussetzungen vorliegt. Der Gemeinderat beschloss, die Baufreigabe zu erteilen und die vorläufig ermittelten Förderkosten von 2460 Euro in Aussicht zu stellen.


Rechnung wird anerkannt

Zum Erweiterungsbau des Bauhofes lag dem Gemeinderat eine Rechnung der Firma Barth Haustechnik aus Stadtlauringen vom 10. Mai 2016 für die Lieferung von Materialien, sowie dem Einbau von Heizkörpern, in Höhen von 14 006,70 Euro brutto vor. Die Arbeiten wurden seinerzeit vom Bürgermeister Klöffel in Auftrag gegeben und zwischenzeitlich auch ausgeführt. Entsprechende Haushaltsmittel stehen noch zur Verfügung. In diesem Zusammenhang stellte Gemeinderat Edwin Braun die Frage: "Wurden die Arbeiten ausgeschrieben und Angebote eingeholt"? Dies wurde von Bürgermeister verneint und damit begründet, dass einige Arbeiten unplanmäßig beim Baufortschritt erst festgestellt und kurzfristig erledigt wurden. Der Gemeinderat beschließt, die Rechnung in vollem Umfang anzuerkennen.