Für das Gesamtwerk mit Sanierung des Kriegerdenkmals, neuem "Gückerbrunnen", Dorfplatz und Raiffeisenstraße waren langwierige Planungen notwendig. Der Startschuss für die Arbeiten fiel 2011, doch bereits unter Bürgermeister Manfred Hoffmann waren erste Gespräche geführt worden.

Das Amt für ländliche Entwicklung (AflE) hätte damals gerne neben der Ortsdurchfahrt mit beiden Kreisstraßen noch einige Gassen, den Rathausplatz und den Kirchplatz mit ins Programm genommen, sei jedoch an den finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde gescheitert, sagte Raimund Fischer vom AflE.

Lob für Anwohner und Planverein

Bürgermeister Zehner lobte insbesondere die Anwohner der Raiffeisenstraße sowie den Planverein, der sich bei der Restaurierung des Kriegerdenkmals spendabel gezeigt hatte. Zehner ging kurz auf die anfänglichen Einwendungen ein, die langwierig waren, dann aber doch gelöst werden konnten. Es gab auch viel Neues zu entdecken, wie einen weiteren Brunnen in der Nebengasse, 13 Meter tief und stets sprudelnd. Zehner hatte dort gar die Quelle der Wern vermutet. Weitere Erkenntnisse kamen mit der Neuausrichtung der Raiffeisenstraße mit Grün, Bäumen und neuen Lampen. Zehner bezeichnete sie als Teilstück auf dem Weg nach Rom, von der Talkirche kommend und weiter nach Pfändhausen, wo am Kriegerdenkmal Schriftzüge darauf hinweisen.

Pfarrer Finger sprach das Sinnbild einer Straße an, die zwar verbinde, aber auch durchschneide. Architekt Johannes Hahn ging auf die Ziele einer Dorferneuerung ein. Es sollen Missstände erkannt und in ein lebenswertes Umfeld verwandelt werden - mit dem Dorfplatz als Möglichkeit für gemeinsame Feste, mit Brunnen und Bushaltestelle.

Raimund Fischer sagte, dass die Gesamtmaßnahme bereits vor 18 Jahren ihre Startphase gehabt habe: mit Standortbestimmung, Leitbild, Aktionsplanung, Arbeitskreisen und Ausbau der beiden Kreisstraßen im Innerort, KG 8 und KG 10. Im Jahr 2000 wurde das Maßnahmepaket erstellt, in dem ebenso die Arbeiten für Kanal und Wasserleitung enthalten sind. In diesen Bereichen dürfte es jetzt laut Fischer für Jahrzehnte keine Probleme mehr geben.

Rund eine Million investiert

Heute schließe sich der Reigen, sagte Fischer und fügte an: "Alle Beteiligten und Anwohner haben sich dabei ein Denkmal gesetzt." Über eine Million Euro wurden laut Fischer in die Dorferneuerung investiert. Das Geld sei gut angelegt, Rannungen habe zugleich eine moderne und liebenswerte fränkische Dorfgemeinschaft.
Und als der Regen sich wieder verflüchtigt hatte, konnten Dorfbewohner und Gäste sich gemeinsam am neuen Dorfplatz erfreuen. Für Unterhaltung sorgte der Musikverein Rannungen.