"Unsere Denkmäler kosten uns viel Geld, manches sieht man gar nicht", sagte Bürgermeister Helmut Blank bei einem Besuch der Baustelle. Und dort ging es gerade richtig rund. Neben dem Staub auf den Bodenbrettern des riesigen Areals sind immer wieder kleine Häufchen Holzmehl zu sehen. Ein deutliches Zeichen des Schädlingsbefalls. Alle Bretter werden deshalb komplett herausgenommen. Für solche Arbeiten hat Christian Radina, Chef der gleichnamigen Holzbaufirma, die den Auftrag bekommen hat, selbst äußerst stabile Werkzeuge gefertigt. Die Nägel, mit denen die Bretter vor langer Zeit befestigt worden waren, sind mit den heutigen nicht zu vergleichen.
Die Kosten beziehen sich auf den Austausch der Verbretterung, nicht ausgeschlossen werden konnte zu Beginn der Arbeiten, dass auch die Balken betroffen sind. "Dann würde es noch teurer werden", so der Bürgermeister. Zunächst fanden die Arbeiter aber keine Anhaltspunkte dafür.
Eine Etage tiefer befindet sich im östlichen Teil der Zehntscheune das Stadtarchiv. Dort haben die Mitarbeiter und ihre Helfer bereits vor einer Woche sämtliche Regale mit Folien abgehängt. So soll verhindert werden, dass Sammlungen einstauben.