Der Kreisjugendring Bad Kissingen feierte auf dem Festplatz in Poppenlauer sein 50-jähriges Bestehen. Der Vorsitzende des Kreisjugendringes, Klaus Kippes, freute sich, dass viele langjährige Unterstützer, Partner und Ehemalige des Jugendringes gekommen waren. Neben hochrangigen Politikern waren auch der langjährige KJR-Vorsitzende Edwin Metzler und der langjährige Geschäftsführer Martin Pfeuffer sowie der Vorsitzende und die Geschäftsführung des Nachbarlandkreises Rhön-Grabfeld mit dabei.

Danke fürs Durchhalten

Der Kreisjugendring versteht sich als Sprachrohr der Jugendlichen und der Jugendverbände und setzt sich für die Grundwerte der Jugendarbeit ein: Freiheit, Respekt und Verantwortung ein. Das dies nicht ohne Kommunikation passieren könne, betonte Klaus Kippes in seiner Begrüßungsrede: "Kreisjugendring, das bedeutet vor allem Netzwerkarbeit". Er dankte allen Mitgliedsverbänden für ihre Jugendarbeit vor Ort und das Durchhalten während der Pandemie. Jugendarbeit sei "nicht nur für die Verbände oder den Landkreis wichtig ist, sondern ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe".

Lobende Worte kamen auch von den Gästen: Staatssekretärin Sabine Dittmar bezeichnete den Kreisjugendring als "Rückgrat der Jugendarbeit im Landkreis". Mit der Unterstützung der Jugendverbände vor Ort, dem umfassenden Materialpool des Jugendringes und den Zuschüssen für Maßnahmen der Jugendarbeit sei der Jugendring ein "Kümmerer" für die Jugend. Staatsekretär Sandro Kirchner schloss sich den Worten seiner Vorrednerin an und betonte nochmals, wie wichtig Jugendarbeit und gesellschaftliches Engagement für die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder- und Jugendlichen sei.

Nachdem 1947 der Bayerische Jugendring (BJR) gegründet wurde, entstanden in den Altlandkreisen Bad Kissingen, Hammelburg, Bad Brückenau und in der damals noch kreisfreien Stadt Bad Kissingen Vorläufer des heutigen Kreisjugendringes. Im Zuge der Gebietsreform 1972 wurden die vier Jugendringe zu einem vereinigt. Große Verdienste an der Koordination und Organisation der Zusammenführung hatten der damalige Vorsitzende Kurt Tröster und der Jugendpfleger Günther Bender.

Jugendaustausch und humanitäre Hilfe

Einen kurzen Rückblick auf die Leistungen der vergangenen 50 Jahre lieferte die Geschäftsführerin Melanie Müller. Hierbei gab es einiges zu berichten, über den langjährigen Jugendaustausch mit dem Landkreispartner Tamar in Israel über die mehr als 20-jährige humanitäre Hilfe für Kinder aus der Region rund um Tschernobyl, unzählige Ausbildungstage für Ehrenamtliche und Podiumsdiskussionen zur Bundestagswahl.

Anschließend führte KJR-Vorstandmitglied Christian Fenn mit Hilfe von Bildern durch die vergangenen Jahrzehnte. Auf den Aufnahmen war auch der ein oder andere Gast des Festaktes zu sehen. Die Gäste durften selbst über das abgebildete Ereignis eine Anekdote zum Besten geben. Untermalt wurde der Nachmittag vom Projektchor "Chor Act" aus Westheim, der Lieder der letzten fünf Jahrzehnte aufführte.

Abschließend gab es Gelegenheit zum Austausch und um in Erinnerungen zu schwelgen. Eine Bilderwand zeigte, welch vielfältige Arbeit der Kreisjugendring in den letzten 50 Jahren geleistet hat. Thematisiert in vielen Gesprächen wurde auch, wie der KJR und seine Unterstützer, die vielfältigen Spuren der Pandemie in der Kinder- und Jugendarbeit bewältigen und abmildern kann. red