Der Tourismusmotor in Bayern brummt, die 2015-er Zahlen deuten aktuell auf ein "weiteres Rekordjahr" hin, betonen die Landesamtsstatistiker. Bis Ende September verzeichnet die Meldestatistik 26,4 Millionen Gäste (plus sechs Prozent) und 69,0 Millionen Übernachtungen (plus vier Prozent). Im Kreis Bad Kissingen steht das Tourismusgewerbe ebenfalls auf der Gewinnerseite: Für die Monate Januar bis September 2015 meldeten die hiesigen Beherbergungsbetriebe mit mindestens zehn
Gästebetten insgesamt 1 707 678 Übernachtungen. Das sind 9644 Übernachtungen mehr als im ersten Dreivierteljahr 2014.


0,6 Prozent mehr

Der bisherige Jahresverlauf sieht für den Kreis Bad Kissingen im direkten Vergleich so aus: Für Januar meldeten die Beherbergungsbetriebe 132 405 Übernachtungen (Januar 2014: 130 880), im Februar 142 278 (139 221) und im März 172 727 (173 415). Das zweite Quartal startete im April mit 184 480 (183 041) Übernachtungen, im Mai waren es 209 049 (205 614) und im Juni 203 348 (208 945). Im Juli kamen nochmal 227 967 (219 280) dazu, im August 226 900 (226 814) und im September 208 524 (210 824). Unterm Strich liegt damit die aktuelle Zwischenbilanz bei den Übernachtungen 0,6 Prozent über den Vorjahreszahlen.
Übernachtet haben bisher übrigens 325 864 Gäste, also 9075 mehr als vor einem Jahr.
Und woher reisen die Gäste eigentlich an? Bisher kamen 300 479 Gäste aus Deutschland in den Kreis Bad Kissingen, weitere 25 385 kamen aus dem Ausland (Vorjahr: 25 366). Die Auslandsgäste blieben insgesamt 51 316 Nächte (Vorjahr: 52 294), während die Deutschen 1 656 362-mal übernachteten.
Die Verweildauer der ausländischen Gäste lag bei durchschnittlich 2,0 Tagen, die Deutschen kamen auf 5,5 Tage (entsprechende Landeswerte: 2,1 und 2,8 Tage).
Die positive Bilanz zieht sich unterm Strich durchs ganze Land: Alle sieben Regierungsbezirke in Bayern verzeichnen "deutliche" Zunahmen bei den Gäste- und Übernachtungszahlen, halten die Landesamtsstatistiker in einer Pressemeldung fest. Besonders hoch fielen die Zuwächse in Schwaben aus (acht Prozent mehr Gäste und fünf Prozent mehr Übernachtungen).
Unter den 96 bayerischen kreisfreien Städten und Kreisen haben nach neun Monaten neben der Landeshauptstadt München (10,6 Millionen Übernachtungen) aktuell noch die Kreise Oberallgäu (4,6 Millionen), Passau (3,3 Millionen), Garmisch-Partenkirchen (2,5 Millionen) und Ostallgäu (2,3 Millionen) die Nase vorn. zds