Der Abend stand unter dem Motto "So singt und tanzt und klatscht und lacht, denn dazu gibt´s die Fasenacht". Martin Schmelz führte, wie schon in den vergangenen Jahren, souverän mit Humor und Charme durch den Abend.

Getarnt als "Bauarbeiter" nahm er das letzte Jahr unter die Lupe, denn "Die Gemee hod so viele Baustelle..." . An Bürgermeister Ludwig Neeb (CSU) stellte er die Frage, ob er die Monarchie wieder einführen möchte, denn im Schlosshof wurde der "Thron" (das "stille Örtchen") erneuert , gerade rechtzeitig zum 60. Thronjubiläum der Queen. Und König Ludwig der III. von Bayern höre sich auch gut an. Sogar eine "Tower-Bridge" wäre da - die Baustelle an der alten Saalebrücke hatte ganz schön lange "getowerd".

Auch sei die Erneuerung der Stichstraße unterhalb des historischen Schreinersch-Hauses geplant. Dabei hatte es Jahre gebraucht, bis sie sich endlich optisch altersgerecht an das Schreinersch-Haus angepasst hatte.
Als Cheerleader traten die Checker-Girls aus Machtilshausen auf und tanzten sich in die Herzen der Zuschauer. Erst nach einer Zugabe durften sie die Bühne wieder verlassen. Auf den großen Auftritt vorbereitet wurden die Nachwuchstänzerinnen von Katja Maschmeyer.

Auch Gäste traten wieder beim Machtilshäuser Faschingstanz auf. Die Gardetanz-Girls aus Aura begeisterten die Zuschauer mit ihrem schwungvollen Gardetanz. Trainerinnen der Auraer Tanzgarde sind Francesca Catoni und Astrid Graser.


Große Liebe, Herz und Schmerz



Einen Volltreffer landeten "Die Dream Girls" aus Hassenbach. Sie führten ihren Paradetanz "Große Liebe, Herz und Schmerz" vor einem sehr gespannten Publikum auf. Denn in der Ankündigung hieß es: "Liebe Gästinnen, halten sie ihre Männer fest!". Und das war nicht überrieben. Ganz in rot und knappen Höschen nahm das "Liebesdrama" um Romeo seinen Lauf.

Beim Machtilshäuser Fasching schwangen auch die Närrinnen und Narren wieder kräftig das Tanzbein. Kostümiert - wie erwünscht - in der bunten Vielfalt, die der Fasching bietet. Kreativen und kuriosen Ideen waren auch heuer wieder keine Grenzen gesetzt. Getanzt und geschunkelt wurde bis weit nach Mitternacht, zu flotten Rhythmen und Ohrwürmern zur Musik der One-Man-Band aus Aura, von und mit Wolfgang Kaiser.

Für einen erfolgreichen Angriff auf die Lachmuskeln des Publikums sorgte der Höhepunkt des Abends. Am Stammtisch machte man sich mit viel Humor Gedanken über das lokale Dorfgeschehen. Unter anderem wurde spekuliert über den Bauboom im Dorf - "En Rohbau stünd scho 10 Joor" - aber auch das Wetter machte Probleme. Da spielte die Musik bei der Maibaumaufstellung kurzerhand bei offenen Fenstern im Musikheim "in den Regen raus". Sorgen machte auch der Verlust des letzten Lädchens im Ort. Könnte da das Konzept wie im Spielfilm "eine heiße Nummer" weiterhelfen? Diese Frage blieb offen am Stammtisch, brillant vorgetragen von "Marcello" (Uschi Mützel), "Becks Charly" (Gertrud Kramer), "Manni Wohlfahrt" (Monika Schmelz) und "Edgar Wolf" (Maria Kaiser).

Unter dem Motto "Mission Frieden und Freiheit für alle Menschen" tanzte die Showtanzgruppe "Girls United" aus Machtilshausen. In passender Tarn-Kostümierung zeigten die sieben Girls und drei Boys eine akrobatische Meisterleistung, die die begeisterten Zuschauer mit viel Applaus honorierten. Einstudiert hatten sie den Tanz selbst.