Der Jugendbeirat der Stadt Bad Kissingen war in den letzten Wochen "On Tour" und hielt für alle Stadtteile Jugendbürgerversammlungen. Die letzte Station für Winkels und die Kernstadt war ein großer Erfolg. Zehn Jugendliche waren ins Sportheim des TV Jahn Winkels gekommen und sprachen mit den Beiratsmitgliedern und Oberbürgermeister Kay Blankenburg über ihre Wünsche und Anliegen.
Auch Stadtrat Wolfgang Speyer (SPD) war vor Ort.
"Die Freiwillige Feuerwehr Winkels hatte die Jugendbürgerversammlung in ihrer Generalversammlung beworben", macht der Leiter des Jugend- und Kulturzentrums (Jukuz), Christoph Stürmer, als einen Grund für denErfolg dieser Station aus.
Eine der Anregungen der Jugendlichen konnte bereits auf den Weg gebracht werden. Die Jugendlichen meldeten einen defekten Kreisel am Spielplatz "Im Steinbusch". Eine Tischtennisplatte stehe dort auch schief, sagten sie. Diese Hinweise wurden bereits an die Verwaltung weitergegeben, die sich dessen nun annimmt.
Wie bereits in allen anderen Stadtteilen - außer Garitz - stand auch in Winkels und der Kernstadt der Wunsch nach Räumlichkeiten für einen Jugendtreff ganz oben auf der Liste. Kostenlos stehe kein Raum zur Verfügung, berichteten die Jugendlichen. Auch seien kaum Möglichkeiten zum Zelten vorhanden. Wenn man es dennoch tue, werde man verscheucht, sagten die jungen "Abenteurer".
Ein weiterer Aspekt, den Jugendliche aus anderen Stadtteilen bereits geäußert hatten, ist das Busfahren. Realschüler und Gymnasiasten müssten die Busfahrt selbst bezahlen, während Mittel- und Grundschüler kostenlos gefahren würden, klagten sie. In diesem Zusammenhang wiesen sie auch auf das sanierungsbedürftige Bushäuschen in der Neu-Winkelser Händelstraße hin. Die Busverbindung nach Münnerstadt sei schlecht, klagten die Schüler des dortigen Johann-Philipp-von-Schönborn-Gymnasiums.
Völlig anders als in anderen Stadtteilen sehen die Jugendlichen in Winkels das Leben vor Ort. Der Zusammenhalt in Winkels sei positiv, ebenso, wie die Spielplätze und die Vereinsarbeit. Für das Ferienprogramm der Stadtjugendarbeit wünschten sie sich mehr Angebote für die Altersgruppe 13-18 Jahre.
Nach der Tour werten die Mitglieder des Jugendbeirats nun alle Wünsche und Anregungen der jugendlichen Bad Kissinger aus. Hierbei wird geprüft, welche davon in Projekte münden können, welche an den Stadtrat und welche an die Verwaltung weitergegeben werden können.
Ab dem nächsten Schuljahr, also ab September 2016, beginnen die Neuwahlen des Jugendbeirats der Stadt Bad Kissingen.