Eins gleich vorweg: "Ich habe auch als Landwirt nichts gegen die Grünstreifen entlang von Fließgewässern, wie die Lauer", sagt Dieter Petsch. Der stellvertretende Obmann des BBV-Ortsverbandes Münnerstadt, der seit 30 Jahren ökologische Landwirtschaft betreibt, hat aber sehr wohl etwas gegen die Einrichtung von den fünf Meter breiten Gewässerrandstreifen an Gräben, die überhaupt kein Wasser führen. Er rät dringend allen Landwirten, die Grabenkartierung abzurufen und gegebenenfalls Einwände beim Wasserwirtschaftsamt Bad Kissingen einzureichen. Dort, so versichert die stellvertretende Behördenleiterin Birgit Imhof, werden die Einwendungen einzeln geprüft.

Dieter Petsch hat zusammen mit dem Münnerstädter BBV-Obmann Lindhorst Gehring einen Aufruf gestartet. "Aufgrund des Volksbegehrens zum Artenschutz sind nun tief eingreifende gesetzliche Maßnahmen getroffen worden. Der jetzt gesetzlich vorgeschriebene Gewässerrandstreifen in Bayern betrifft das Eigentum und den Bewirtschafter", heißt es darin "Das ist das Neue daran, dass es nun auch die Eigentümer betrifft", sagt Dieter Petsch. Denn Landwirte werden wohl kaum eine Pacht für einen fünf Meter breiten Streifen entlang von Gräben bezahlen, auf denen sie rein gar nichts anbauen dürfen.