Nico Rogge arbeitete als Polizeibeamter für die Bundespolizei, bevor er Bürgermeister wurde. Mit ein paar Bekannten wollte er im Dezember 2015 ein Fußballspiel des FC Liverpool in England besuchen. Er organisierte die Fahrt und kaufte Eintrittskarten fürs Spiel. Diese bestellte er für rund 1000 Euro über eine englischsprachige Internetseite. "Ich war mir ganz sicher, dass ich mich gut auskenne. Die Seite wirkte seriös. Ich dachte, was soll da passieren."

Wo sind die Karten?

Der Plan: Die Karten sollten ans Hotel geschickt werden. Als die fünf Fußballfans im Hotel ankamen, waren keine Karten für sie hinterlegt.

Der Tag des Spiels kam, aber es fehlten weiterhin die Karten. "In dem Moment war ich total geplättet und wollte es nicht wahrhaben. Das war wirklich eine unangenehme Situation - das gebe ich gerne zu", sagt Nico Rogge im Rückblick. Das Hotel habe keine Schuld getroffen. Die Freunde seien cool geblieben, kein böses Wort sei gefallen - trotz des unangenehmen Erlebnisses.

Glück im Unglück

Dann die überraschende Wendung: "Wir hatten Glück im Unglück." An der Kasse erhielt Nico Rogge tatsächlich noch Stammplatzkarten von Fans, die diese zurückgegeben hatten. Zu seiner Erleichterung gab es die Karten zu einem "sehr vernünftigen Preis".