Auch Tobias Landwehr von der Bundesnetzagentur bestätigt, dass eine reine Erdverkabelung bei Wechselstromleitungen nicht möglich ist: "Das Wechselstrom-Netz muss vermascht sein, damit sich Induktion und Kapazität ausgleichen." Durch angeschlossene Abnehmer und Erzeuger werde die Blindleistung kompensiert. Lange Punkt-zu-Punkt-Verbindungen seien nur durch Gleichstrom-Leitungen wie Südlink möglich. Das bedeutet viele Masten entlang der P 43.

Auf den mehreren hundert Seiten zum aktuellen Netzentwicklungsplan tauchen übrigens mehrere Bezeichnungen für die Leitung auf: Die P 43 ist im Bundesbedarfsplan als Vorhaben V 17 aufgeführt, die Netzbetreiber unterteilen die Leitungen in die Maßnahmen M74a und M74b. "Das ist unglücklich, aber keine Verschleierungstaktik", betont Landwehr. Es handle sich um verschiedene Verfahren. Bei der Bundesnetzagentur stehe die Prüfung unmittelbar vor dem Abschluss: "Ich gehe davon aus, dass wir noch im Dezember veröffentlichen", sagt Landwehr. Die Unterschriftenaktion sei darin nicht berücksichtigt, allerdings könne die bayerische Staatsregierung ihre Bedenken ja im Gesetzgebungsverfahren im Bundesrat einbringen.

Norden Im Altlandkreis Bad Brückenau haben 79 Bürger bei der Stadt Bad Brückenau unterschrieben, aus den Mitgliedsgemeinden der VG Bad Brückenau (Geroda, Oberleichtersbach, Riedenberg und Schondra) waren es zusammen 54, in Motten 160, in Wildflecken 25 und in Zeitlofs 64.