Handläufe, Wegebau und eine Rampe, um die Barrierefreiheit zu gewährleisten - es gibt einiges, was sich am Friedhof in Winkels in den kommenden Monaten verändert. Denn die Sicherheit von Bestattern und Friedhofsbesuchern ist derzeit gefährdet. Für die Bauarbeiten muss ein Steinmetz sogar Grabsteine abbauen. Am 25. November soll das etwa 300 000 Euro teure Projekt starten.

"Das Grab ist erst drei Jahre alt, ich will benachrichtigt werden, wenn der Grabstein abgebaut wird, dass ich dabei sein kann", brachte ein Betroffener bei der von der Stadt organisierten Informationsveranstaltung vor, der sichtlich Angst vor Schäden am kostbaren Grabstein hatte. Peter Borst, Leiter des städtischen Servicemanagements, bezog noch vor Ort Stellung: "Der Abbau ist notwendig, um zum Beispiel den Baggerfahrern das Arbeiten zu erleichtern." Außerdem sinke dadurch das Risiko, dass die Grabsteine versehentlich durch die Baggerschaufel beschädigt würden. "Die Grabsteine baut der Steinmetzbetrieb Vey aus dem Nachbarlandkreis ab", betonte er. Bürgern mit ähnlichen Bedenken, sicherte er die Benachrichtigungen zum Abbau zu.

Skepsis von den Bürgern

Mancher von den Bauarbeiten Betroffene beschwerte sich zudem über die als zu kurzfristig empfundene Benachrichtigung zu den bevorstehenden Bauarbeiten. Betroffene seien gegen Ende Oktober und Anfang November informiert worden, teilt Thomas Hack, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit im Rathaus mit. Außerdem sei die Friedhofssanierung heuer in verschiedenen öffentlichen Sitzungen ein Thema gewesen. "Es handelt sich ja um verbessernde Maßnahmen die zum Vorteil der Nutzer des Friedhofes sind", sagt Hack, auf Nachfrage dieser Redaktion.