Die zentrale Frage dabei ist, eine Erklärung für die fehlenden Radmuttern an einem Reifen des Pkw zu finden. Dazu führten Beamte am Donnerstagnachmittag unter anderem Hausbefragungen durch.

Wie bereits berichtet, hatte sich in der Nacht zum Montag, 16.9., gegen 0.30 Uhr, ein Lkw-Fahrer bei der Polizei gemeldet und einen BMW gemeldet, der neben der Fahrbahn gegen einen Baum geprallt war. Der 23-Jährige war alleine in seinem Fahrzeug unterwegs und offenbar nach links von der Fahrbahn abgekommen. Nachdem er von der Feuerwehr aus dem stark beschädigten Pkw befreit worden war, kam er schwer verletzt in eine Klinik. Dort erlag er am vier Tage später seinen Verletzungen.

Manipulation möglich

Bereits im Zuge der Unfallaufnahme hatten Beamte der Polizeiinspektion Bad Kissingen festgestellt, dass ein Hinterrad mehrere Meter vom Unfallort entfernt lag. Die Radmuttern fehlten und waren vor Ort nicht auffindbar. Daraufhin waren auf Anordnung der Schweinfurter Staatsanwaltschaft der BMW und das Rad noch in der Nacht sichergestellt worden. Darüber hinaus wurde ein Sachverständiger beauftragt entsprechende Begutachtungen durchzuführen.

In der Folgezeit ermittelten Beamte der Schweinfurter Kripo und der Bad Kissinger Polizei in enger Abstimmung mit der Schweinfurter Staatsanwaltschaft gemeinsam in dem Fall. Zentrale Frage war und ist, ob sich der Hinterreifen aufgrund einer Manipulation oder eines technischen Defektes gelöst hat. Beides kann die Polizei derzeit nicht ausschließen. Deshalb wurden auch am Donnerstagnachmittag Hausbefragungen in Bad Kissingen - dem Wohnort des Verstorbenen - durchgeführt. Dabei wurden insbesondere Zeugen gesucht, die möglicherweise Hinweise bezüglich der fehlenden Radmuttern geben können.