Jeder muss in der Zeit des Lockdowns schauen, wo er bleibt und neue Ideen ausprobieren: die Sportvereine ebenso wie die Selbstständigen. Den einen fehlen die Einnahmen aus Sportwettkämpfen oder Vereinsfesten, und die anderen können ihre Produkte nicht wie gewohnt im Direktvertrieb bei ihren Kunden zu Hause vermarkten.

Eine Idee der Tupperberaterin Michaela Schendel aus Oerlenbach brachte die Interessen beider unter einen Hut. Sie ist in Sportkreisen bestens bekannt und vernetzt, da sie jahrelang Abteilungsleiterin und Trainerin in der Basketball-Spielgemeinschaft von TSV Oerlenbach und TSV Ebenhausen war. "Von dem Konzept habe ich von einer Kollegin erfahren und wollte das einfach mal ausprobieren", sagt sie.

Sportkontakte genutzt

Dazu nutzte Michaela Schendel ihre Sport-Kontakte und fragte beim Ebenhäuser Sportverein an, zusammen eine große digitale Tupper-Party abzuhalten. Der Ebenhäuser Verein verfügt über die nötige Anzahl von Kontakten und Michaela Schendel als Partymanager über die nötigen Waren und das entsprechende Hintergrundwissen.

Und so funktionierte das Ganze: Nach dem Einrichten einer Whatsapp-Gruppe konnten Vereinsmitglieder über einen QR-Code oder einen Link dieser Gruppe beitreten. Ende Januar stellte Michaela Schendel dort fünf Tage lang nach und nach verschiedene Produkte vor. Die Idee kam bei den Vereinsmitgliedern des TSV Ebenhausen sehr gut an. Den an sich schon ansehnlichen Betrag aus der gespendeten Provision stockte Michaela Schendel mit einer zusätzlichen Spende auf eine runde Summe auf.

"Eine gute Abwechslung"

Der Vorsitzende des TSV für Öffentlichkeitsarbeit, Sebastian Dees ist begeistert: "Nachdem sich sportlich nichts tut im Verein, war das mal eine gute Abwechslung. Fast 50 Personen haben an dieser besonderen Tupperparty teilgenommen, und es sind dann insgesamt 300 Euro für unseren Verein zusammengekommen. Dafür möchten wir uns bei Micha Schendel sehr herzlich bedanken."