Lustig soll sie sein, die Maske. Das sagt Lucie und hat auch genaue Vorstellungen davon: Bunt, ein bisschen verrückt und mit verschiedenen Materialien beklebt. "Diese lila Puscheln möchte ich hierhin haben", erklärt die Achtjährige. Sofort greift Luisa zum Heißkleber und erledigt den Auftrag. "Das mache ich doch gerne, den Kleineren helfen", sagt das zehn Jahre alte Mädchen. Schließlich habe sie jüngere Geschwister und sei das gewohnt.
Ihre eigene Maske ist schon lange fertig. Ein prachtvolles Stück, kunstvoll verziert. Es liegt auf Seite und trocknet aus.
Luisa aus Premich und Lucie aus Burkardroth sind Gäste im "Bastellode" von Karin Grom in der Lindenstraße in Wollbach. Die Hobbybastlerin hat sich heuer zum ersten Mal mit einem Angebot am Ferienprogramm der Marktgemeinde beteiligt. Zwölf Mädchen aus verschiedenen Ortsteilen des Marktes Burkardroth sind ihrer Einladung gefolgt und verzieren jetzt Masken aus Pappmaché.


Material um die Ecke einkaufen

Karin Grom ist begeistert, mit wieviel Elan die Mädchen ihre Masken gestalten. Einige sind zum ersten Mal im Bastelladen, andere waren schon öfters hier. So auch Luisa aus Premich.
"Wenn mein Papa zum Einkaufen fährt, setzt er mich hier ab und ich kann mich in Ruhe umsehen", erzählt sie. Denn die Zehnjährige bastelt regelmäßig mit ihrer Familie. Auch Karten zu verschiedenen Anlässen, wie etwa zu Geburtstagen oder Weihnachten, fertigt sie mit ihrer Mutter an. Da ist es schon praktisch, wenn das nötige Material gleich um die Ecke eingekauft werden kann.
"Mein Laden wird wirklich gut angenommen", sagt Karin Grom. Die gelernte Zahnarzthelferin hat diesen vor gut einem Jahr, im September 2014, eröffnet und sich damit einen lang gehegten Traum erfüllt. Schließlich bastelt die inzwischen dreifache Oma leidenschaftlich gerne.
Früher befand sich in den Räumen ein Getränkemarkt. Ihn aufzugeben, fiel der 58-Jährigen nicht schwer. "Schließlich werde ich nicht jünger." Irgendwann ist ihr das Kistenschleppen einfach zu viel geworden. Nun wird hier die Kreativität ausgelebt, nicht nur mit Kindern.
Denn in verschiedenen Workshops gibt die Hobbybastlerin ihre Ideen und Tipps weiter. Jedoch haben bisher nur Frauen an den Abenden teilgenommen, die Männer lassen noch immer auf sich warten. "Vielleicht müsste ich mir mal ein spezielles Angebot für sie überlegen." Schwer dürfte Karin Grom das nicht fallen, denn in ihrem Kopf geistern genügend Ideen herum.