"Es war auch diesmal für die Ausrichtung des Adventskonzerts kein Organisator nötig, bei dem alle Fäden zusammenlaufen", sagt Monika Knauer, die Vorsitzende des Stralsbacher Pfarrgemeinderats. "Alle musikalischen Vereine waren freiwillig und voller Vorfreude zum Mitmachen bereit."

So genoss das Publikum in der gut besetzten Pfarrkirche St. Oswald vor allem den Abwechslungsreichtum der musikalischen Darbietungen, die auf das Weihnachtsfest einstimmten. Fast 20 Titel wurden zu Gehör gebracht, von denen einige unter die Haut gingen.

Der Musikverein (Leitung Thomas Schoch), der das Konzert mit "We wish you a merry christmas" einleitete, präsentierte auch eindrucksvoll den Klassiker "A little drummer boy" mit Maximilian Schmück am Schlagzeug.
Stimmungsvoll, teils im Dialekt ("Des Jahr macht langsam zu"), fand die Band "Nur Mut" den Zugang zu den Herzen der Zuhörer ebenso wie die "Saaletaler Stubenmusik" (Leitung Inge Sgaslik) mit ihren gleichfalls sanften volksliedhaften Weisen.

Der Gesangverein "Sängerlust" hinterließ mit Dirigent Walter Stark mit "Corramos, corramos" nachhaltigen Eindruck. Sehr gut gesungen war "Dona pacem domine" vom Stralsbacher Projektchor. Man spürte, welches Potential in dieser erweiterten Chorformation vorhanden ist. Sofortigen Beifall erntete nach ihrem ersten öffentlichen Auftritt der Chor Stralsbacher Kinder. Sie hatten das Lied "Und wenn er wirklich wiederkäme" von Rolf Zuckowski mit Hingabe eingeübt.

Die musikalischen Darbeitungen rund um den Altar zeugen von einem lebendigen Kulturleben in Stralsbach. Die besinnlichen und teils sozialkritischen Wortbeiträge von Pfarrvikar Tobias Fuchs und Monika Knauer förderten die Auseinandersetzung mit der zentralen christlichen Botschaft von Adventzeit und Weihnachten: Durch die Geburt Jesu sei Licht in die Dunkelheit dieser Welt gekommen. In der Bergkirche würdigten die Zuhörer mit lang anhaltendem Applaus ein gelungenes Konzert. Wolfgang Kretschmer