Es ging vor allem um die Bereiche Natur- und Umweltschutz, Hoch-, Tief- und Straßenbau, Fremdenverkehr und Wirtschaftsförderung. Dieses "Produktgebiet" umfasst Ausgaben von 7,77 Millionen Euro (Vorjahr: 6,25 Millionen Euro) bei Einnahmen von 2,92 Millionen Euro (2,08 Millionen Euro).

Milder Winter spart Geld


Im Finanzhaushalt betragen die Investitionen 2,68 Millionen Euro (2011: 3,94 Millionen Euro) und die Einnahmen 1,6 Millionen Euro (638 000 Euro).
Der milde Winter wirkt sich positiv aus auf den Unterhalt der Kreisstraßen. Dafür werden heuer 2,155 Millionen ausgegeben und 499 000 Euro eingenommen. Die Aufwendungen für den Öffentlichen Personennahverkehr steigen um 97 000 Euro auf knapp 678 000 Euro. Zurückzuführen ist das auf die Freifahrten der Gäste, die Kosten werden vollständig ersetzt.
Naturschutz und Landschaftspflege schlagen mit 321 000 Euro (327 000 Euro) zu Buche. An Einnahmen werden wieder 146 000 Euro erwartet.
Auch Wirtschaftsförderung gibt es nicht zum Nulltarif. Die Ausgaben addieren sich hier auf fast 533 000 Euro bei einer Erstattung von 211 000 Euro. Alleine das Regionalmanagement erfordert 173 000 Euro, 45 000 Euro davon werden gefördert.

25 000 Euro für den "Sommer"


Der Landkreis unterstützt die Postkutschenlinie mit 10 000 Euro und den Kissinger Sommer mit 25 000 Euro. Die Tourismus GmbH erfordert 360 000 Euro, die Arge Rhön 20 000 Euro. Die Erträge in diesem Produkt sinken um 15 000 auf noch 157 600 Euro, weil weniger Personalkosten rückerstattet werden.
Auch in diesem Jahr investiert der Landkreis wieder eine Menge Geld in verschiedene Vorhaben. Für den Ausbau der Kreisstraße KG 4 sind 50 000 Euro eingestellt, für die Ortsdurchfahrt (KG 5) Oerlenbach 80 000 Euro plus 140 000 Euro Zuweisungen. Dazu kommen 100 000 Euro für die KG 5 zwischen Oerlenbach und Ebenhausen.
Ein dicker Brocken ist der Ausbau der Kreuzung der KG 20 am Michelsberg bei Münnerstadt. Mehr als 1,5 Millionen Euro (522 000 Euro Förderung) wird er kosten. 950 000 Euro davon sollen in diesem Jahr ausgegeben werden. Für den Radweg Hetzlos-Reith liegen 200 000 Euro bereit, für die KG 45 in Oberbach 100 000 Euro und für die Bauhöfe 342 000 Euro
In diesem Jahr soll der Landkreis für 307 000 Euro Grundstücke und Gebäude erwerben, um den Umweltschutz verbessern zu können. Dazu erwartet Kämmerer Peter Schläger 275 000 Euro Zuwendungen und 25 000 Euro an Erlösen beispielsweise aus dem Holzverkauf.

Eine Nummer kleiner


Kleiner wird das Naturschutzgroßprojekt Fließgewässer der Bayerischen Rhön. Ursprünglich hätte es zehn Millionen Euro kosten sollen. Dann zog sich die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZDG) als Projektträger zurück. Sie setzt jetzt ihre Schwerpunkte im Ausland. Dennoch soll das Vorhaben in den Landkreisen Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld durchgeführt werden. Wie Sachbearbeiter Roland Lenhart sagte, geht man jetzt von sieben Millionen Gesamtkosten aus. Drei Jahre wird die Projekt-, sieben Jahre die Umsetzungsphase dauern. Der Landkreis muss sich insgesamt mit 340 000 Euro beteiligen. Der Ausschuss akzeptierte das ohne Aussprache und ohne Gegenstimme.
Ausgebaut werden die Ortsdurchfahrten von Hetzlos und Wittershausen. Kreis und Kommunen teilen sich die Kosten. Landrat Thomas Bold (CSU) darf die Verträge unterzeichnen.

Ein Auto zum Sonderpreis


Die Kreisstraße von Ramsthal bis zur Einmündung in die KG 6 wird optimiert. Sie bekommt einen Geh- und Radweg. 71 000 Euro kosten die Planungsarbeiten, die ein Büro aus Engenthal erledigt.
75 700 Euro erfordert eine Hebebühne, die nach dem Umbau der bisherigen Salzhalle am Bauhof Oerlenbach montiert werden soll. Liefern wird sie ein Anbieter aus Kamen. Abgesegnet hat der Ausschuss den Kauf eines gebrauchten Lkw durch Landrat Bold für den Bauhof für 43 000 Euro (Neupreis: rund 96 000 Euro). Er ersetzt ein Fahrzeug mit dem Baujahr 1997. ed