"Warum nicht auch mal in meiner Heimatstadt Bad Kissingen eine Ausstellung machen?" das fragte sich im Frühjahr 1975 die Künstlerin Sieglinde Gottschalk-Vahldieck. Die damals 36-jährige hatte in Würzburg Malerei und Grafik studiert, konnte bereits auf einige Ausstellungen im Köln- Düsseldorfer-Raum zurückblicken und begann nach rund zehnjähriger künstlerischer Pause, "ich musste ja meine drei Kinder großziehen" wieder mit ihrer
künstlerischen Arbeit.
Beim damaligen Kurdirektor Walter Rundler traf sie auf offene Ohren und so kam sie in der Vergangenheit noch 40 mal jeweils zur Sommersaison nach Bad Kissingen und stellte dort unter ihrem Künstlernamen "GoVa" im Foyer des Rossini-Saales aus.
Bürgermeister Toni Schick, der zusammen mit Kurdirektor Frank Oette die Ausstellung eröffnete, betonte zu der Künstlerin gewandt: "Sie gehören mit zum eisernen Bestand und sind in der Saison ein echtes künstlerisches Highlight". Ferner betonte der Bürgermeister, dass mit der Ausstellung auch ein Stückchen Erlebnis und somit ein Stückchen "Wiederkommen" verbunden sei.
Was aber sowohl für die Künstlerin, wie auch die zahlreichen Besucher, unter ihnen der früherere Kurdirektor Walter Rundler, noch mehr Freude bereitete, war, dass sowohl seitens der Stadt, wie auch der Kurverwaltung bekräfigt wurde, dass auch im kommenden eine GoVa-Ausstellung hier stattfinden könne.
GoVas Tochter Anja, die diesmal mit zur Vernissage gekommen war, bedankte sich in herzlichen Worten bei ihrer kunstbegeisterten Mutter, auch wenn es deswegen "oft nur kalte Küche gegeben habe". Man habe dafür aber viele schöne Bilder bekommen und, für die Kinder fast noch wichtiger, jede Frage wurde mit einem Ja beantwortet.
Sieglinde Gottschalk-Vahldieck, die nun seit 50 Jahren Ausstellungen ihrer Werke auf mehreren Kontinenten veranstaltet hat, stellte diese Ausstellung unter das Thema "Frieden - Liebe - Freude", wozu ihre großformatigen, meist sehr farbenfrohen Acrybilder beitragen, halten sie doch die schönsten Augenblicke, die schönsten Eindrücke von dieser Welt im gerahmten Bild fest.
Die Ausstellung im historischen Foyer des Rossini-Saales ist noch bis zum 11. September täglich von 10 bis 12 und 14 bis 18 Uhr geöffnet, Montagvormittag ist geschlossen.