Pfarrer Dominik Kesina, der in Vid bei Metkovic (Kroatien) geboren wurde, ist seit September 2001 als Ortsgeistlicher in Nüdlingen tätig. Neben den Gratulanten aus der kirchlichen und politischen Gemeinde feiert er seinen besonderen Geburtstag zusammen mit einem seiner fünf Brüder, der mit seiner Frau und zwei Kindern aus Kroatien angereist ist.

Dominik Kesina wurde geprägt von einem religiösem Elternhaus und verlebte in Kroatien, zusammen mit fünf Brüdern und einer Schwester eine glückliche Kindheit. Nachdem er das Gymnasium des Priesterseminars in Split besucht und seinen Militärdienst abgeleistet hatte, begann er das Studium der Theologie und erhielt im Jahre 1974 die Weihe zum Diakon. Nach seiner Priesterweihe am 25. Juni 1978 in Split wurde er zuerst Pfarrer der Gemeinde St. Martin in Dolac Donji bei Omis, danach, 1982, Pfarrer in der Gemeinde St. Michael in Ravca. Seine Verbindungen nach Bayern gehen auf diese Zeit zurück.
Als Urlaubsvertreter war Pfarrer Kesina immer wieder in der Diözese Passau und Regensburg tätig. Im September 1998 kam er ins Bistum Würzburg, wo er zunächst als Seelsorger in Sulzthal wirkte. Im September 2001 wurde er nach Nüdlingen berufen.
Man merkt es dem "Geburtstagskind" an, dass er sich in der Gemeinde sehr wohl fühlt. Bei einer früheren Geburtstagsfeier sagte er einmal: "Ich danke Gott dafür, dass ich euch als Priester dienen kann." Die Bevölkerung schätzt seine freundliche, offene Art. Der Pfarrer geht auf die Leute zu, auf Kranke oder Hilfsbedürftige und hat zur politischen Gemeinde und zu allen Ortsvereinen beste Verbindungen. Wie Pfarrer Kesina im Gespräch deutlich machte, ist ihm Nüdlingen so ans Herz gewachsen, dass es ihm zur Heimat geworden ist. "Ich bin einer von euch geworden", so drückte er sich einmal aus. Und er hat vor, bis zu seinem 70. Lebensjahr als Pfarrer in Nüdlingen zu bleiben. "So Gott will", fügt er hinzu. Er könne die Pfarrei nicht im Stich lassen und die Arbeit mache ihm Spaß.
Als einer der Wallfahrer macht er sich seit sechs Jahren auf den langen Weg nach Vierzehnheiligen. Er freut sich schon auf die Nüdlinger Wallfahrt 2014, die am Montag, 26. Mai beginnt. Keine Probleme sieht Kesina hinsichtlich der Ökumene. Er pflegt die guten Beziehungen zu den evangelischen Amtsbrüdern und Mitchristen. Bei der tiefen Verwurzelung in der neuen Heimat Nüdlingen hat Pfarrer Kesina seine kroatische Herkunft nicht vergessen. Den Urlaubsmonat August verbringt er regelmäßig in Kroatien, wo seine Mutter und die Geschwister leben.