Wie wichtig die Feuerwehren sind, liegt laut Oberbürgermeister Kay Blankenburg (SPD) auf der Hand: "Man muss sich daheim wohl und sicher fühlen und das ist mit ein großer Verdienst, der den Freiwilligen Feuerwehren zu Gute kommt." Außerdem "fördert die Wehr das Vereinsleben und die Traditionspflege, weil die Mitglieder wissen, was sie mit ihrer Freizeit anfangen".
Umso ärgerlicher ist es, dass der Albertshäuser Wehr seit drei Jahren ein neues Fahrzeug versprochen wird. Auch im aktuellen Haushalt seien dafür Mittel vorgesehen, sagte Kay Blankenburg, und er sei zuversichtlich, dass er weitere 30 Verbündete dafür im Stadtrat findet.
Warum sich die Neuanschaffung so hinauszieht, erläuterte Stadtbrandinspektor Harald Albert.
"Es liegt an den Mühlen der Regierungsverwaltung in Würzburg." Zuerst habe man auf eine Normänderung bei den Löschfahrzeugen warten und einen neuen Zuschussantrag stellen müssen, da nun ein TSA-Wasser, also ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank gefördert und somit auch gekauft werden soll. Als dieser Antrag in Würzburg vorlag und geprüft wurde, kam die Mitteilung, dass für Fahrzeug und Pumpe getrennte Anträge zu stellen seien. Inzwischen könne man nach dem dritten Förderantrag aber davon ausgehen, "dass sich 2013 da was tut", so Harald Albert, der die Männer außerdem aufforderte sich um die Jugend zu bemühen "und wenn dann noch einige Damen die Wehr verstärken würden, das wäre der Glanzpunkt".
Dann kamen die Ehrungen. "Wir haben das immer etwas hinausgeschoben, weil wir das eigentlich im Rahmen der Fahrzeugneuanschaffung mitmachen wollten", so Kommandant Faulhammer, der sich nun nach fünf Jahren ohne Ehrungen gezwungen sah, doch eine normale Generalversammlung dafür her zunehmen. Insgesamt bringen die Geehrten 2135 Jahre Mitgliedschaft zusammen. Gleich vier Personen konnten für ihre 70-jährige Treue ausgezeichnet werden.
"Wir waren damals meist 12- bis 14-jährige Schulbuben, die in den Kriegsjahren zur Feuerwehr gingen, weil ja sonst niemand da war", so Stefan Emmert, der zusammen mit Oskar Schießer für seine inzwischen 70-jährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr Albertshausen geehrt wurde. "Damals waren sogar ,Mädlich' dabei", erinnert sich Schießer und bedauert, dass nur noch ein Foto im Feuerwehrhaus davon zeugt.
Die Ehrungen:
25 Jahre
Hans-Joachim Mayer, Uwe Herold, Andreas Emmerth, Udo Metz, Walter Schmitt, Heiko Kaufmann, Dietmar Knopp, Bernd Schmidt, Thomas Schmidt, Steffen Halbig, Michael Weisenseel, Christian Brand, Winfried Albert, Carsten Martin, Karsten Scheuring.
40 Jahre Rudi Schießer, Stefan Weisenseel, Roland Eyrich, Michael Henz, Albin Markert, Ludwig Schießer, Peter Heilmann, Armin Schießer, Herbert Halbig, Roman Sell, Fred Schuhmann, Bruno Kircher, Philipp Kröckel, Gerhard Ziegler, Manfred Halbig, Lothar Schießer.
50 Jahre Edwin Herold, Berthold Emmerth, Werner Füller, Dieter Kaufmann, Rudi Mayer, Karl Beyer.
60 Jahre Max Kirchner, Lothar Schmitt, Heinrich Schmitt, Engelbert Herold, Helmuth Wolf, Herbert Wolf, Horst Vogler, Robert Eyrich, Ludwig Weigand.
70 Jahre Stefan Emmert, Anton Heilmann, Edgar Schießer, Oskar Schießer.
Mitglieder Aktuell gehören zur Feuerwehr Albertshausen rund 60 aktive Wehrmänner, von denen aber viele auswärts tätig sind. Insgesamt hat die Wehr etwas über 100 Mitglieder.
Einsätze Vier Einsätze konnte Kommandant Ralf Faulhammer im Jahr 2012 verbuchen. Die Wehr musste zu zwei Bränden,ausrücken und einmal nach einem Unfall die Straße sperren. Einmal wurde Fehlalarm ausgelöst.