Der gemeinnützigen Verein "Frederic - Hilfe für Peru" stellt seinen Mitgliedern am 26. November die Fortschritte des Projekts vor. Es ist schon imponierend, mit welch nachhaltigem, persönlichem Einsatz Gerhard und Francoise Wielgoss, zusammen mit Sohn Arno, den Verein "Frederic-Hilfe für Peru" führen. In der Region des Urubambaflusses in Peru, dort wo im Jahr 2000 Frederic Wielgoss den Tod fand, wurde mit der Unterstützung des Vereins den dort lebenden Indios nach der Devise "Hilfe zur Selbsthilfe" zu einem besseren Leben verholfen.


Neue Absatzwege für Kakao

Im Einladungsbrief an die Mitglieder des Vereins "Frederic" stellte die Familie Wielgoss, Gerhard, Francoise und Arno, die Entwicklungen des Hilfsprojektes vor. Im Zentrum steht der Fortgang der Bauarbeiten am Gemeinschaftsgebäude. Der Innenaubau schreitet schnell voran. Das Projekt, so Gerhard Wielgoss, werde zum "Magneten für Wissenschaftler".
Als "voller Erfolg" bezeichnet wurden der Bauernkongress und der Zahnarztbesuch. Wertvolle technische Unterstützung erhalte der ökologische Landbau. Die Kakao-Kooperative habe es geschafft, staatliche Förderungen zu erhalten. Außerdem sei sie erfolgreich gewesen, neue Absatzwege für den Kakao zu erschließen.
Begeistert äußert sich Familie Wielgoss über die Fortschritte beim Bau des Projekthauses. Es sei möglich geworden, dass Büro und Lager endlich in die neuen Räume umziehen konnten. Die Innenwände seien jetzt verputzt, und die Innen- und Außenküche seien für die Kochkurse der Frauengruppen einsatzbereit. Stück für Stück könne das Gebäude seine Einsatzzwecke immer besser erfüllen.


Reise nach Peru

Mehrere Wissenschaftler haben die Region besucht. Sensationell sei der Fund des Ur-Kakaos. Spezielle Fermentationstechniken seien entwickelt worden, um den besonderen Geschmack dieses edlen Kakaos zu bewahren. In Kooperation mit dem Reisebüro Inti Tours werde im Mai 2018 im Rahmen einer Rundreise mehrere Tage das Projekt im Urubambatal besucht. Das internationale Interesse und der freundschaftliche Kontakt zu Forschern und Touristen hätten das Selbstwertgefühl der Bauern gesteigert und führe ihnen vor Augen, dass ein Leben als Biobauer im Bergregenwald durchaus Zukunft habe.
Beachtlich seien die Erfolge beim Schutz des Regenwaldes durch die gezielte Förderung der ökologischen Landwirtschaft, die Verbesserungen im Gesundheits- und Ernährungsbereich, die Vielzahl an Fortbildungskursen und die verbesserte wirtschaftliche Situation. Der ökologische Landbau im Urubambatal habe seine Anfangsschwierigkeiten überwunden. Man zeige den Bauern, dass Ökologie mit Ökonomie verbunden werden kann. Die von Arno Wielgoss gegründete Firma PERU PURO könne zum Beispiel immer mehr Bio-Kakao direkt vermarkten.


Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung mit Neuwahlen findet am Sonntag, 26. November, ab 18 Uhr, in der Alten Schule statt. In den Berichten des Vorstandes wird durch Gerhard und Francoise Wielgoss vor allem über den Fortgang der laufenden Projekte in Peru informiert. Ein wichtiger Tagesordnungspunkt ist auch der Bericht des Kassiers Theodor Hein.
Nach dem offiziellen Teil sind alle Mitglieder, Spender und Interessenten ab 19 Uhr zum beliebten "Myriams Südamerikanischen Eintopf" willkommen.
Wer die Arbeit des gemeinnützigen Vereins "Frederic-Hilfe für Peru" finanziell unterstützen möchte, kann eine - steuerlich absetzbare - Spende auf das Spendenkonto IBAN: DE61 7906 9181 0000 077771; BIC: GENODEF1NDL bei der Raiffeisenbank Nüdlingen überweisen.