Gleich mehrere Wünsche der Bürger hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung in Angriff genommen: Zunächst befassten sich die Räte unter der Leitung des 2. Bürgermeisters Harald Hofmann mit dem Thema "Friedwald". Ein geeignetes Waldgrundstück, gegenüber dem "Abenteuer-Spielplatz" auf dem Wurmerich, wurde dafür ausgewählt.
Im Haushaltsplan der Gemeinde, der ebenfalls in dieser Sitzung einstimmig verabschiedet wurde, sind für den Friedwald 50 000 Euro eingestellt.
Notwendige Voraussetzungen für die Genehmigung durch das Landratsamt wurden in die Wege geleitet. Der Gemeinderat stimmte der Abänderung des Flächennutzungsplans ebenso zu wie der Erstellung des Bebauungsplans. Den Planungsauftrag erhielt der Landschaftsarchitekt Klaus Neißer. Nach der Vorstellung der Gemeinde soll der Friedwald zwar eingezäunt, aber weitgehend natürlich bleiben.
Ein weiterer Planungsauftrag, den der Gemeinderat an Klaus Neißer vergab, bezog sich auf die Schaffung eines Parkplatzes am Friedhofseingang von der Wurmerichstraße aus. Für diesen Platz sind im Haushalt ebenfalls 50 000 Euro veranschlagt. Der Gemeinderat stimmte dem Planungsauftrag ohne Gegen-stimme zu.
Das dritte Projekt, das der Gemeinde vorschwebt, ist ein Kneippbecken, verbunden mit einem Wasserspielplatz für Kinder und eventuell mit einer Freizeiteinrichtung für Erwachsene oder Senioren. Die ursprüngliche Idee, den Platz zwischen dem ehemaligen E-Werk der Gemeinde und dem Riedbach anzusiedeln, fand nicht die ungeteilte Zustimmung. Mehrere Räte, u.a. Franz Weber (CSU), verwiesen darauf, dass das Kneippbecken in der Nähe der Straße von Nüdlingen nach Hausen gebaut werden sollte. Denn dort seien die meisten Freizeit-Radler unterwegs.
Andererseits hätte der Standort am E-Werk den Vorteil, dass Wasser aus dem ehemaligen Nüdlinger Brunnen Verwendung finden könnte. Dieser Brunnen ist - im Untergeschoss des E-Werksgebäudes - seit Jahrzehnten ungenutzt und hat bislang nur die Funktion eines Notbrunnen. Das Wasser wird regelmäßig untersucht und ist einwandfrei, darf aber wegen der Nähe zur Wohnbebauung nicht für die gemeindliche Wasserversorgung verwendet werden. Aus diesem Grund hatte sich ja die Gemeinde damals entschlossen, neue Trinkwasserbrunnen in Nüdlingen und Haard zu bohren - bekannterweise mit Erfolg.
Nachdem man sich über den Standort nicht einig wurde, machte Harald Hofmann (CSU) einen Kompromiss-Vorschlag. Er sprach sich dafür aus, zunächst für den Standort am E-Werk eine einfache Grobplanung in Auftrag zu geben und nach einer Alternative im Bereich der Ortsverbindungsstraße Nüdlingen - Hausen Ausschau zu halten. Dafür stimmten elf Räte, vier waren dagegen.