Die Wildblumenwiese hat er direkt vor seinem Haus in der Königsberger Straße angelegt, und sie hat auch schon viele Bewunderer gefunden. "Die Menschen, die täglich bei mir am Grundstück vorbei gehen, sehen die Pracht mit Freude. Viele sprechen mich auch an", berichtet Jaeger.

Eine ganz besondere Samenmischung aus Erfurt hat der aus Kitzingen stammende Jaeger für sein Experiment gewählt. "Diese Mischung habe ich in einem Baumarkt in Lohr gefunden. Sie besteht aus nordamerikanischen Wildblumen und deutschen Schmetterlingsblumen", erklärt der Naturfreund. Es handelt sich um ein-, zwei- und mehrjährige Pflanzen. Nach dem Abblühen im Herbst will er auch die Samen der Blumen ernten und später wieder aussäen, um die Blütenpracht zu vermehren.

Über die Wiese freut sich auch der andere Herr Jäger, der in der Nachbarschaft wohnt und drei Bienenvölker am Rod hat. Möglicherweise kommen seine Immen bei der Nahrungssuche auch in den Garten in der Königsberger Straße 6.

Gießen mit weichem Wasser


"Solch üppig blühenden Wiesen findet man heutzutage ja kaum noch, und ich habe sie nur für die Bienen gepflanzt", erklärt der Rentner. Jeden Tag gießt er die Blumen nun mit weichem Regenwasser, und sie danken es ihm sichtlich mit gutem Gedeihen. Kurt Jaeger hofft, mit seinem Projekt auch andere Hammelburger zu inspirieren, eine Wiese für Bienen anzulegen. Schließlich liefern sie nicht nur Honig, sondern bestäuben auch viele Pflanzen, ohne die der Mensch nicht überleben könnte. Jaeger selbst hat eine solche Wiese auf der Landesgartenschau in Kitzingen im vergangenen Jahr gesehen und diese Anregung in diesem Frühjahr gleich in die Tat umgesetzt.

Seine Frau Maria ist auch eine begeisterte Naturfreundin. Gemeinsam mit ihr hat sich der gelernte Modellbauer ein grünes Refugium mit einigen besonderen Ecken geschaffen, das vielleicht auch mal beim Tag der offenen Gartentür zu sehen sein wird. Die beiden freuen sich aber auch jetzt schon über alle Interessierten, die sich den Garten mal anschauen wollen.