Für Irritationen bei vielen Einheimischen hat die Krippe vor der Kirche in Langendorf gesorgt. Der Weg zur Krippe ist versperrt durch Dornen und Tannenzweige. Neben der Krippe stehen nicht, wie fast überall anders, Maria und Josef. Hinter der Krippe hat Walter Schaub aus Langendorf ein großes Kreuz platziert. Über dem Kreuz befindet sich ein dreieckiger Stern, der auf den dreifaltigen Gott hinweist. Das Ganze wirkt wie eine Provokation, die die Freude über die Menschwerdung Gottes zu trüben scheint. Mit dieser Darstellung, können viele nichts anfangen.

Aber Walter Schaub bleibt dabei. Krippe und Kreuz gehören zusammen, auch an Weihnachten. Man sage heute manchmal sogar, Krippe und Kreuz seien letztlich aus dem gleichen Holz geschnitzt. Theologisch ausgedrückt: Wenn wir uns einlassen auf das Geheimnis Christi, so erkennen wir den inneren Zusammenhang zwischen seiner Menschwerdung und seinem Leiden und Sterben am Kreuz.

Der gemeinsame Nenner sei die Erniedrigung von Jesus Christus: Erst sei er als Mensch auf die Welt gekommen, als erwachsener Mann dann gekreuzigt worden und habe so die Menschheit erlöst.

"Das Dunkel der Welt ist der Schatten des Kreuzes. Das Licht der Krippe nimmt all das nicht weg, aber es leuchtet in dieses Dunkel hinein. Kreuz und Krippe gehören zusammen und weil es das Kreuz gibt, brauchen wir das Licht der Krippe", wird Andrea Schwarz, eine eine deutsche Autorin spiritueller Bücher und Referentin aus Osnabrück, zitiert.

Aufgelöst werden soll das Ganze am Heiligen Abend um 17 Uhr in einem Gottesdienst mit Gemeindereferentin Monika Hufnagel auf dem Kirchplatz. Musikalisch wird er gestaltet von Sarah Gerlach.