Das untere Stück der Straße "Zum Steinäcker" in Waizenbach ist ziemlich unübersichtlich und noch dazu nachts extrem dunkel. Der Grund dafür ist eine fehlende Straßenbeleuchtung. In der Bürgerversammlung hatten die Waizenbacher deshalb den Wunsch geäußert, den unteren Teil der Straße mit einer Straßenlaterne auszuleuchten. Mehr als 100 Meter Straße seien dort ohne Licht, und auch ein Gehweg sei nicht vorhanden, äußerte einer der Gemeinderäte seine Bedenken. Das passende Grundstück für den neuen Standort wurde noch während der Versammlung gefunden. Der Eigentümer stimmte zu. Problem: Der Besitzer änderte seine Meinung und möchte die neue Laterne nun doch nicht bei sich aufstellen lassen. "Wir müssen uns jetzt als Gremium im Grundsatz nochmal Gedanken darüber machen, ob es sinnvoll ist, die Lampe zu bauen", betont Bürgermeister Florian Atzmüller.

Eine Alternative ist allerdings schon gefunden. Die Besitzer des Grundstücks gegenüber - auf dem sich zwei Garagen befinden - erklärten sich dazu bereit, die neue Straßenlaterne bei sich aufbauen lassen. "Das ist der beste und einzige Alternativstandort", macht Geschäftsleiter Daniel Görke klar. Durch den Platzwechsel würden nun, neben den ursprünglich geplanten 5245 Euro Kosten, zusätzlich nochmal 1350 Euro auf die Gemeinde zukommen. Es müsste eine Querung der Straße vorgenommen werden, die für den Bau zwingend notwendig ist. Aber: Trotz der zusätzlichen Kosten stimmten die Gemeinderäte für die Beleuchtung.

Notwasserversorgung für Gräfendorf

Auch ein möglicher Wasserlieferungsvertrag mit Gräfendorf war Thema der Gemeinderatsitzung. Möglich wäre dies durch eine alte Verbindungsleitung von Gräfendorf mit dem Hochbehälter in Dittlofsroda. Konkret ginge es darum, mit Gräfendorf einen Vertrag über die Sicherstellung der gegenseitigen Wassernotversorgung abzuschließen sowie über eine laufende Wasserbelieferung der Gemeinde Wartmannsroth nach Gräfendorf. "Was das Wasser angeht, sind wir im Normalbetrieb", erzählt der Bürgermeister. Gräfendorf könne so außerdem die eigene Wasserqualität verbessern, indem sie das zugelieferte Wasser ihrem eigenen beimischt. Genauere Details müsse man allerdings in weiteren Gesprächen noch klären. "Wir würden natürlich nur das abgeben, was wir selbst nicht brauchen", betont Atzmüller. Die Gemeinderäte blieben skeptisch, die Entscheidung wurde vertagt. Ein genauer Überblick über die Wassersituation soll nun Klarheit schaffen.

Der Bürgermeister berichtete auch von einer Änderung bei den Planungen der Ortsdurchfahrt in Windheim. Um die Brücke an der Hauptstraße kostengünstiger und einfacher bauen zu können, müsse sie gerade über den Fluss führen. Das kann nur durch eine Verschiebung der Straße um ungefähr zwei Zentimeter in Richtung Bushaltestelle erreicht werden. Einzige Folge: Auch die Bushaltestelle wird dadurch ein wenig verschoben. Ebenfalls bei der Ortsdurchfahrt in Wartmannsroth hat sich etwas getan. Neben der Einsparung einer Leuchte außerhalb des Ortes, kurz nach dem Ortsschild, wird nun ebenfalls darüber nachgedacht, die Zufahrt zum "Kirchberg" nicht wie ursprünglich geplant zu pflastern. Eine Asphaltstraße sei hier sinnvoller, so Atzmüller.