Wenn fünf tatkräftige, junge Männer ganz unüblich Rechen und Heugabel bei der sonst heutigen maschinellen Heumahd schwingen, dann wollen sie nicht dem Beispiel vergangener Tage nacheifern, sondern betreiben innovativen Naturschutz.

Im Rahmen des BayernNetzNatur-Projekts "Grüngitter" fand Anfang Juli erstmals eine Mahdgutübertragung in Untererthal statt, mit dem Ziel einen ehemals intensiv genutzten Acker zu einer artenreichen Mähwiese umzuwandeln. Das Prinzip einer Mahdgutübertragung ist, lokales Artenpotential unserer Wiesen zu nutzen, statt teures Saatgut auszubringen.

Insektenschonend gemäht

Dazu wird ein artenreiches Grünland insektenschonend gemäht und das Schnittgut auf die aufzuwertende Fläche transportiert. Um eine gleichmäßige Verteilung des Schnittguts und einen möglichst geringen Verlust an Samen zu gewährleisten, wurden von Landwirt Jonny Heyne und seinen Helfern das Schnittgut händisch auf dem ehemaligen Acker verteilt. So kann sich einerseits durch Ausfallen der Samen eine artenreiche Flora entwickeln, andererseits wird durch die insektenfreundliche Mahd gleichzeitig die Fauna der Spenderfläche auf die Empfängerfläche übertragen, wodurch sich eine diverse Artengemeinschaft entwickeln kann.