"Alarm für die Feuerwehren Gauaschach, Hammelburg, Pfaffenhausen, Untereschenbach, Untererthal und der Bundeswehrfeuerwehr: Brand in der Saaleck-Kaserne, Halle 113. Meldung bei Rettungspunkt 2." So lautete die Durchsage der Integrierten Leitstelle (ILS) Schweinfurt für eine gemeinsame Übung der Rettungskräfte, Polizei und Bundeswehr. Was zunächst für die Übungsteilnehmer nach einem anspruchsvollen, aber weitgehend "normalen" Brandeinsatz klang, stellte sich in der Folge als nicht alltägliches Terror-Szenario heraus. Dieses hat einen aktuellen Anlass.

Dicke Rauchschwaden drangen aus den Türritzen und Fenstern der alten Backsteinhalle, in der Halle selbst war schlechte Sicht: Nur schemenhaft ist eine täuschend echte Kulisse aus einem Einsatzland zu erkennen, der Hallenboden ist komplett mit Sand bedeckt. Üblicherweise werden hier Militärbeobachter der Vereinten Nationen ausgebildet.

Bei der Übung traf nach der Alarmierung zunächst der Sanitätsdienst der Bundeswehr und dann die Bundeswehrfeuerwehr ein. Nach Erkundung der Einsatzstelle wurde ein Löschangriff aufgebaut, ein Trupp unter Atemschutz ging in das Gebäude vor und rettete zwei Personen. Die kurze Zeit später eintreffenden Feuerwehren der Stadt Hammelburg leiteten parallel ebenfalls einen Löschangriff ein und brachten die Drehleiter in Stellung.