Erneut hoher Besuch in Thulba. Nach dem Würzburger Diözesanbischof Dr. Friedhelm Hofmann am 8. Mai bezeugte nun auch der Bischof von Fulda, Heinz Josef Algermissen, der "Urkirche des Thulbatales" seine Reverenz. Am 2. Mai des Jahres 816 erhielt der Vorgängerbau seine Weihe, weswegen die Pfarrgemeinde heuer das 1200-jährige Jubiläum würdig feierte.


Mit Musik in die Kirche

Feierlich geleiteten die Blaskapelle Thulba/Reith, Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine, die Ortspfarrer Karl Theodor Mauer und Dr. Blaise Okpanachi, Augustinerpater Anton Täuber, Diakon Ewald Bahn und Gemeindereferent Bernhard Keller, Bürgermeister Gotthard Schlereth, Gemeinde- und Pfarrgemeinderäte sowie Ministranten den Bischof von der Propstei zur Kirche, wo dieser das Pontifikalamt zelebrierte.
Als Karl der Große 777 dem Kloster Fulda Güter um Hammelburg schenkte, wird Thulba namentlich noch nicht genannt. Spätestens seit der Übergabe von Thulbaer Besitztümern im Jahr 796 hat Fulda hier Rechte und gründete 1127 nach weiteren Schenkungen ein Kloster. 1131 bis 1141 entstand die heutige dreischiffige Basilika. Bis 1816 gehörten Kirche, Kloster und Propstei zum Bistum Fulda.
Anknüpfend an diese noch immer andauernde Verbindung mit Fulda und der bedeutenden Abtei des heiligen Bonifatius, lud Pfarrer Mauer Bischof Heinz Josef zum Fest des Kirchenpatrons St. Lambertus nach Thulba ein.


Blick auf 1200 Jahre

"Aus deutender Rückschau in die 1200 Jahre des kirchlichen Lebens in diesem heiligen Raum", so der Bischof in seinem Grußwort, wünschte er der Gemeinde neue Freude am Glauben. Der Bischof war erfreut, wie viele in der Kirche zumeist ehrenamtlich Verantwortung übernommen hätten. Wie viele in Treue jahraus, jahrein zur Kirche stehen und ihren Glauben still bezeugten. Wenn er von Treue spreche, so Algermissen weiter, denke er dankbar an diese Gemeinde, die seit ihrem Be-stehen sich immer wieder an Jesus festgemacht und in ihm "Weg, Wahrheit und Leben" gefunden habe.
Am Ende wünschte er: "Öffnet die Augen dem göttlichen Licht. Bleibt auch angesichts der tief greifenden Strukturänderungen im gesellschaftlichen Bereich und den Umbrüchen in unserer Kirche Jesus Christus und seiner Kirche treu." Den vielen Kindern galt seine herzliche Zuneigung, vor allem nach dem Gottesdienst. Für die eilige Abreise bat er um Nachsicht, da kurz darauf der neue Bischof von Limburg geweiht und eingeführt werde.