Diesmal mit vier Mannschaften besetzt, ging es für die Akteure um zehn und fünf Liter Bier, für die Zuschauer um den Spaß. "Wir wollen den Leuten ein bisschen was bieten, denn so viel ist bei uns nicht los", argumentiert der Vorsitzende der Schützen, Heiko Herrmann. Deftiges sowie Kaffee und Kuchen gehören zu einer solchen Schau. Die Schützenjugend bot zudem eine Bierkrug-Rutsche.

Angetreten waren die "Snowrockers" - bei Schnee eine Skifahrer-Gruppe, ohne Schnee ein Ulk-Team, das zu (fast) jedem Spaß bereit ist - ihre Kollegen von der "gemäßigten Abteilung", die "Snowrocker-Wellness", die "Aufsteiger 2005", ein Team aus dem heimischen Schützenverein und eine Crew aus dem Tennis-Club. Vermisst wurde das Ü-60-Team, von dem sich die meisten im Urlaub befanden, und die Damenmannschaft, die auf dem Platz zwischen Rathaus und Schützenheim auch schon mitkämpfte. Auf die Frage, ob die Damen den Wettbewerb scheuen, antwortet Gemeinderätin Sandra Deissenberger: "Ich habe versucht, eine Mannschaft zusammenzubringen. Leider ist es mir nicht gelungen."

Ein Team bestand aus fünf Mitgliedern, jede Mannschaft musste zwei Durchgänge absolvieren, deren Zeiten Herrmann addierte. Der Vorsitzende saß auf dem von der Firma Landmaschinen Müller zur Verfügung gestellten Traktor. Die Zug-Strecke betrug 20 Meter. Die jeweiligen Teams mussten vom Ziel zum Schlepper rennen, ein Seil entrollen und dann den Sechs-Tonnen-Koloss ins Ziel ziehen.

Die Akteure spielten zwar keinen Fußball bei 30 Grad und 90 Prozent Luftfeuchtigkeit, ähnelten aber den Kickern täuschend nach ihrem Durchgang. Die Vorlage der "Aufsteiger" von 37,0 unterboten die Cracks vom Tennis-Club um drei Sekunden und die beiden "Snowrocker"-Teams, zeitgleich, sogar um gut acht Sekunden.

Der zweite Lauf musste zeigen, wer Champion ist. Die "Aufsteiger" konnten sich etwas verbessern, wurden aber trotzdem Vierter. Die Tennisspieler blieben konstant und erreichten mit insgesamt 67,5 Sekunden Gesamtzeit Platz drei. Die "Snowrocker" mit Thorsten Lehmann, Andreas Moritz, Max Sattel, Ingo Graser und André Schneider behielten mit einer Zeit von 57,1 Sekunden die Oberhand gegen ihre Kollegen von der Wellness-Sparte und schlugen sie um 1,8 Sekunden.

Auch Bürgermeister Karlheinz Kickuth war beim Spektakel zugegen. "Ich schau mir das gerne mal an und freue mich, wenn die Vereine etwas initiieren. So etwas sorgt für Unterhaltung an Wochenenden, an denen nichts los ist", lobte er die Veranstalter.