So hat sich laut dem Jahresbericht für 2014 die Zahl der aktiven Leser ab 60 seit dem Jahr 2000 verdoppelt.
Daher müsse sich die Bibliothek bemühen, ihr Angebot an die veränderten Nachfragebedingungen der älteren Generation anzupassen und sich mit Themen beschäftigen, die mit dem Älterwerden zusammenhängen. Auch das lebenslange Lernen und die Leseförderung sieht die Stadtbibliothek als Schwerpunkte für ihre Arbeit.

Für das vergangene Jahr zählt die Statistik 82 182 Ausleihen. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen leichten Rückgang. Zum ersten Mal ist die Kinderbuchausleihe schwächer genutzt worden. Bibliotheksleiterin Karin Wengerter vermutet sinkende Geburtenjahrgänge, größeren Zeitdruck bei den Schülern und Konkurrenz durch das Internet als Gründe.

Die Zahl der aktiven Leser ist leicht auf 1691 Kunden zurückgegangen. 2014 meldeten sich 351 neue Leser an. Die Zahl der Kinder bis zehn Jahre hat sich dagegen etwas erhöht. Diese leihen aber weniger aus als noch vor zwei Jahren, erläutert der Jahresbericht. Die Zahl der Besucher ist insgesamt aber weitaus höher: Knapp 50 000 Personen kommen jährlich in die Stadtbibliothek.

Die Stadtbibliothek setzt sich sehr für die Leseförderung bei Schul- und Vorschulkindern ein. Auch darüber hinaus bietet die Einrichtung zahlreiche Veranstaltungen an. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt 115 Veranstaltungen, dazu kommen noch Ausstellungen und Thementische.

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter leisten dabei wichtige Unterstützung. Insbesondere der Freundeskreis der Bibliothek fördert die Einrichtung. Die Mitglieder sponsern zum Beispiel Zeitschriften sowie Zeitungen, ermöglichen den Sommmerleseclub und organisieren Bücherflohmärkte. Im vergangenen Jahr unterstützte der Freundeskreis die Bibliothek mit 3500 Euro. aki/red