Die Feuerwehr Frankenbrunn hat benachbarte Kollegen zum Lehrgang geladen. Kommandant Torsten Büchner begrüßte 60 Teilnehmer der FFW Frankenbrunn, Hetzlos, Reith, Schlimpfhof, Hassenbach und Morlesau zum Digitalfunklehrgang sowie die beiden Referenten Jürgen Sachs aus Waizenbach und den Kreisbrandmeister Dominik Bielmann aus Wirmsthal.

Der vierstündige Lehrgang unterteilte sich in Theorie und Praxis. In der Theorie führte Jürgen Sachs die Teilnehmer gemeinsam durch den Online-Lehrgang "Digitalfunk". Der steht nicht nur jedem Feuerwehrmann im Netz zur Verfügung (www.baylern.de/ela), sondern auch anderen Hilfsorganisationen (DLRG, Malteser Hilfsdienst, Arbeiter-Samariter-Bund, Johanniter-Unfall-Hilfe und privaten Hilfsdienstanbietern) sowie ehrenamtlichen Personen, die orts- und zeitunabhängig Fortbildungsmaßnahmen absolvieren wollen.

Inhaltlich informiert der Online-Lehrgang unter anderem über die Vorteile des Digitalfunks, die physikalisch und technischen Grundlagen des Funkens, die Gerätebedienung und die verschiedenen Betriebsarten.

Aufgelockert wird die Selbstunterweisung im Internet durch kleine Testteile am Ende jedes Kapitels sowie einen Abschlusstest am Ende.


Erreichbar im ganzen Land

Dominik Bielmann belehrte die Teilnehmer in seinem Vortrag über die Rechtsgrundlagen des Digitalfunks. Darüber hinaus ging er in seinem Vortrag noch einmal ausführlich auf die physikalischen Grundlagen, den Netzaufbau sowie die Besonderheiten des Digitalfunks ein. Zu den Besonderheiten zählen unter anderem: die bundesweite Erreichbarkeit für alle beteiligten BOS durch die größere Reichweite des Digitalfunks, die optimierte Kommunikation durch das Unterdrücken von Störgeräuschen, die Übertragung wichtiger Daten durch die Netzanbindung, die größere Abhörsicherheit bei Sprach- und Datenübertragung und die Absetzbarkeit eines Notrufs inklusive Standortbestimmung via GPS.

Insgesamt wurde immer wieder Wert darauf gelegt, die beiden Betriebsarten DMO und TMO zu unterscheiden. Im DMO-Betriebsmodus findet die Kommunikation ähnlich dem Analogfunk unabhängig vom Netz und innerhalb der Gruppe statt, während im TMO-Betriebsmodus eine Netzanbindung vorhanden ist und so beispielsweise Daten zur Leitstelle gefunkt werden können. Zuletzt wurde noch kurz auf wichtige Umwelt- und Gesundheitsaspekte des Digitalfunks eingegangen.


Betrieb läuft parallel

Außerdem referierte Bielmann über die Einführung und Betriebsabläufe beim Digitalfunk. Er erklärte, dass sich der bislang bewährte Analogfunk zurzeit in einer Migrationsphase befindet, also Analog- und Digitalfunk parallel betrieben werden könnten. Danach wurden wichtige Hinweise zur Gerätebenutzung vermittelt und die verschiedenen Statusmeldungen beim Funken im Plenum besprochen.

Nach der ausführlichen theoretischen Unterweisung durften die Teilnehmer schließlich ihr Können praktisch unter Beweis stellen. Bielmann betonte dabei, dass ohne Kenntnisse der richtigen Gerätebedienung ein Einsatz vor Ort sehr gefährlich werden könne.

Deshalb wurden die verschiedenen Funktionstasten, Displaysymbole und Menüfunktionen anschaulich erklärt. Schließlich wurden die Teilnehmer in drei Gruppen eingeteilt und erhielten im Praxisteil über Funk unterschiedliche Anweisungen und Aufträge. red