700 Euro kamen durch Abgabe der Kräutersträuße der Hammelburger Kolpingfrauen nach dem Festgottesdienst und der Segnung an Mariä Himmelfahrt zusammen. Über jeweils 350 Euro freuten sich Markus Waite, Pastoralreferent in der Pfarrgemeinde "Sieben Sterne im Hammelburger Land" sowie Reiner Baden, der sich seit vielen Jahren unermüdlich für den Erhalt des Kapellenkreuzweges am Schlossberg einsetzt.

Der Marienaltar, auch liebevoll "Marienchörchen" genannt, im linken Seitenschiff der Stadtpfarrkirche, ist wohl der der stimmungsvollste Ort im Gotteshaus. Beim Entzünden einer Kerze sieht man immer wieder Menschen im Gebet verweilen. Dem Betrachter eröffnet sich beim Blick auf den Marienaltar mit der Pieta` aus dem späten 15. Jahrhundert, das Antlitz der schmerzhaften Mutter. Maria - Trösterin der Betrübten die gerne die Sorgen und Nöte der Besucher entgegennimmt.

Ergraute Wände

Die linke Tafel zeigt den Gruß und die Botschaft des Engels an Maria und die Rechte Tafel die Anbetung des göttlichen Kindes, beide um 1490. Im Laufe der Jahre, wohl auch durch den Ruß der vielen entzündeten Kerzen, bedarf es nun einer Sanierung der ergrauten Wände und des Gewölbes.

1950 wurden die Fresken, mit den vier Evangelisten - mit den Attributen Engel-Löwe-Stier und Adler versehen, freigelegt. Auf den Spruchbändern sind die Anfangsworte des jeweiligen Evangeliums enthalten. Das Mariensymbol, die Rose, bildet den Schlussstein "du geheimnisvolle Rose".

Am Schlossberg sind die Sanierungsarbeiten bereits im vollen Gange. Das Gerüst steht und die Arbeiten haben begonnen. Nachdem die Figuren sorgfältig und äußerst schonend mittels Micro-Dampf gereinigt wurden, steht jetzt eine kurze Trocknungsphase an. Das Wetter ist zur Zeit ideal und somit können nächste Woche die Arbeiten von Steinmetz und Bildhauer Andreas Muth zügig weitergeführt werden.