Alle Prüflinge werden das Sonderpädagogische Förderzentrum mit einem Abschlusszeugnis verlassen und sich in der Berufswelt beweisen können.

Die Abschlussklasse der Saaletal-Schule hat grundsätzlich die Möglichkeit, zwei Abschlussprüfungen zu absolvieren: Zum einen die Prüfung zum "Bildungsgang Lernen" und schließlich die Prüfung zum Mittelschulabschluss an der Mittelschule Hammelburg, die als externe Prüfung konzipiert ist. Ein Mittelschulabschluss eröffnet bessere Chancen auf ein Weiterkommen im Berufsleben.

Einer der diesjährigen Entlassschüler beginnt demnächst eine Ausbildung zum Verkäufer. Darüber hinaus wechselt eine Schülerin an das BBZ Münnerstadt, während drei weitere die Adolpf-Kolping-Berufsschule in Schweinfurt besuchen werden. Ein Schüler wechselt an die Mittelschule, wo er im nächsten Schuljahr den Qualifizierenden Mittelschulabschluss erwerben möchte. Geehrt wurden Samy Weyer, als Prüfungsbester im Bildungsgang Lernen und Adrian Schwappach, der den Mittelschulabschluss mit einer Durchschnittsnote von 1,25 bestand.

Die Schulleitung der Saaletal-Schule gratulierte den Prüflingen zum erfolgreichen Abschluss und wünschte für die schulische und berufliche Zukunft viel Erfolg.

Noch durch viele Türen gehen

Holger Claßen, Studienrat im Förderschuldienst und neben dem Klassenlehrer mitverantwortlich für die Prüfungsvorbereitung, brachte durch Zitate aus Schülerarbeiten die Gäste zum Lachen. Er erinnerte die Schüler in seiner Ansprache auch daran, dass sie auf ihrem weiteren Lebensweg noch durch viele "Türen" gehen werden, hinter denen sich unterschiedliche Anforderungen, aber auch Hilfsangebote verbergen.

Christine Dittmann, Studienrätin im Förderschuldienst, würdigte in ihrer Funktion als Koordinatorin für die "Streitschlichter" die Bedeutung dieses schülerbasierten Konfliktlösungsansatzes für das soziale Klima in der Schule.

Joachim Wehner, Leiter der Hammelburger Außenstelle, ließ das Schuljahr aus Sicht der Schulleitung Revue passieren. Im Fokus standen die Erfahrungen im Umgang mit der Corona-Situation, die alle Mitglieder der Schulfamilie im zweiten Halbjahr erlebten.

Klaus Wagner, der Klassenlehrer übergab den Schülern eine selbst zusammengestellte Backmischung, die die Grundlagen symbolisierte, die den Schülern von der Schule mit auf ihren Weg gegeben werden. Für die Ausgestaltung dieser Grundlagen, für mögliche Variationen des "Grundrezeptes", sind künftig die Schulabgänger selbst verantwortlich.

In ihrer Schülerrede bedankten sich Seline Saak und Sabrina Göbel bei allen Lehrern aus der Saaletal-Schule, die ihnen im Laufe ihrer Schulzeit vielfältige Unterstützung haben zukommen lassen.