Mit der Neugestaltung des Geländes zwischen Schützenhaus und Saale will der Markt "einen Ort der Zusammengehörigkeit von Kindern, Familien, Senioren und Tourismus schaffen". So fasste es Bürgermeister Karlheinz Kickuth (SPD) bei der Bürgerversammlöung am, Montagabend zusammen.
Landschaftsplaner Valtin Dietz stellte die endgültige Planung vor, die mit Spielbereich, Flora und Fauna ein Freizeitgelände für alle Altersgruppen schaffen will. Die Kosten bezifferte Kickuth auf rund 100 000 Euro für die Renaturierung des Deisselbachs sowie circa 200 000 Euro für die Freizeitanlage. Nach Abzug der Förderung muss die Gemeinde etwa 100 000 Euro finanzieren.
Dietz empfahl für die inzwischen vierte Planung den Vollausbau, ließ aber die Möglichkeit für weitere Anregungen der Bürger offen. Da dem Kauf von Spielgeräten Grenzen gesetzt sind, wird der Markt in Stand gesetzte Geräte weiterverwenden. Martin Englert forderte zudem einen barrierefreien Zugang zum Gelände. Jürgen Seit, Vater von zwei Kindern, meinte, die Planung sei in Ordnung, wenn der Platz angenommen werde. Es sollte allerdings ein Beauftragter für das Gelände abgestellt werden, der sich um Ordnung und sachgemäße Behandlung kümmere."Denn einen Platz, an dem Halbwüchsige nachts Bier trinken, brauchen wir nicht", betonte Seit mit Blick auf entsprechende Vorkommnisse.

Schule zu "Haus der Vereine"

Die Umnutzung der alten Schule in Elfershausen zu einem "Haus der Vereine" ist erforderlich, um die Einrichtung nicht schließen zu müssen. Die hauptsächlichen Änderungen im Gebäude sind dem Brandschutz geschuldet. Das Amt für ländliche Entwicklung stellte für die Maßnahme eine Förderung in Aussicht. Den Zuschussantrag verband die Gemeinde mit dem Umgestaltungsantrag des Deisselbachs. Auf diesem Weg könnte der Markt 50 bis 65 Prozent Förderung erhalten.
In einer "offenen Aussprache" monierte Martin Englert Baufehler an seinem Anwesen und dem seiner Eltern in der Mauerackerstraße. Die "unendliche Geschichte" sei nur privatrechtlich und durch richterlichen Bescheid aufzulösen, betonte der Bürgermeister. Er räumte die Fehler ein, diese lägen jedoch nicht in der Kompetenz der Gemeinde.
Auf die Frage von Jürgen Zellhahn nach der Instandsetzung der Straße von Machtilshausen nach Wasserlosen erklärte Kickuth, die Ausschreibung erfolge bald. "Wir wollen das Projekt voraussichtlich im kommenden Frühjahr angehen. Im Zuge der Maßnahme wird auch der Weg ´In den Gärten´ hergestellt", so der Bürgermeister.

Ärger wegen gefällter Linde

Eine weitere Anfrage bezog sich auf die Fällung der Linde im Machtilshausener Friedhof, die Ärgers mit der Unteren Naturschutzbehörde brachte. In dieser Angelegenheit will der Bürgermeister unverzüglich mit dem Amt in Verbindung treten.
Alexander Porkristl von der Bürgerinitiative (BI) "Gegenstrom" wurde ein Rück- und Ausblick über "den härtesten Gegenspieler der suedlink.de" gestattet. Demnach sucht die BI Kontakte zu Politikern aller Couleur und Ebenen und hat bereits mehrere, weitere Initiativen ins Leben gerufen. Porkristl räumte jedoch ein: "Wir brauchen Strom. Doch diesen können wir auch unabhängig von russischem Gas aus Gaskraftwerken gewinnen mit der Methode Power to Gas." Hierbei werde der von Windkraftwerken erzeugte Strom durch Methanisierung zu Gas umgewandelt.