BigData@Geo: Dieses neue Projekt soll Klima- und Umweltdaten in verständlicher Weise für die unterfränkische Land- und Forstwirtschaft aufbereiten. Die Europäische Union fördert es im EFRE-Programm mit 1,9 Millionen Euro. Vermehrte Hitze und Trockenheit, häufigere Gewitter mit starken Wolkenbrüchen - das sind einige Auswirkungen des Klimawandels. Sie stellen Land- und Forstwirte, Wein-, Gemüse und Obstbauern nicht nur vor akute Probleme. Viele Betriebsinhaber fragen sich, wie sie jetzt ihre Unternehmen strategisch ausrichten sollten, damit sie bei fortschreitender Klimaveränderung auch in 20 oder 30 Jahren noch gut wirtschaften können.
Eignen sich in der Zukunft vielleicht manche Weinbergsparzellen nur noch für Rebsorten, die mit extremer Trockenheit zurechtkommen? Dann sollte man rechtzeitig pflanzen. Muss man umfassend in Bewässerungsanlagen investieren? Wird es so weit kommen, dass der Anbau bestimmter Nutzpflanzen auf manchen Flächen gar nicht mehr möglich ist?

16 Betriebe aus Unterfranken machen mit
Antworten auf solche Fragen erwarten 16 kleine und mittlere Unternehmen aus Unterfranken, die sich in einem Kooperationsprojekt mit der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) zusammengetan haben. Drei Forstbetriebe sind dabei, drei Obstbau- und vier Gemüsebaubetriebe sowie sechs Weingüter. Vertreter der Unternehmen waren zur Auftaktveranstaltung an die JMU gekommen. Sie diskutierten mit Informatikprofessor Andreas Hotho und den Geographieprofessoren Roland Baumhauer und Heiko Paeth, mit Promovierenden und anderen Mitarbeitern über das weitere Vorgehen im Projekt.