Am Dienstag lud die Jakob-Kaiser-Realschule-Hammelburg die Eltern der Klasse 5a zum Theaterabend in der Aula ein. Die diesjährige Theaterklasse, die vor drei Jahren zum ersten Mal eingeführt wurde und sich seither als Profilklasse bewährt hat, führte unter der Leitung von Studienrätin Stefanie Maier das bekannte Werk "Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry auf.

Dabei erzählt ein Pilot von seiner Begegnung mit einem "kleinen Prinzen", welcher auf dem Planeten B 612 lebt und beschließt, auf Reisen zu gehen. Auf dieser Reise besucht er schließlich sechs Planeten, auf welchen es jeweils zu einer besonderen Begegnung kommt, bevor er schlussendlich auf der Erde landet und dort den Piloten kennenlernt. All diese Begegnungen stellten die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler auf der entsprechend gestalteten Bühne dar, wobei eine wichtige Lektion, die der "kleine Prinz" auf der Reise lernt, im Mittelpunkt steht: "Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar." Am Ende der Reise kehrt er wieder zu seinem Heimatplaneten zurück. Musikalisch unterstützte Kayla Büchs (5a) die Aufführung am Keyboard mit einer selbstkomponierten Melodie.

Acht kleinere Szenen

Die Erarbeitung kam dieses Jahr einer großen Herausforderung gleich, da die Proben erst nach den Pfingstferien und mit dem damit beginnenden Präsenzunterricht starten konnten. Dabei schrieben und übten die Schüler in acht Gruppen zu je drei Schülern an den Szenen und erarbeiteten sich nach Vorlage des Buches ihre Passagen selbst.

Da pro Gruppe zwei Schauspieler und ein Regisseur eingeteilt waren, konnten alle gleichzeitig arbeiten und jeder Schüler, der wollte, durfte eine Rolle bekommen. Somit zeigte die Inszenierung acht kleinere Szenen aus dem Buch, verbunden durch die Erzählung des Piloten als Rahmenhandlung.

Eine Krabbe auf Weltreise

Doch damit sollte es noch nicht vorbei sein: Unter der Leitung von Studienrätin Rica Eßel sahen die Eltern noch einen weiteren innovativen Beitrag, nämlich ein Schattentheater über eine Krabbe auf Weltreise. Die Schülerinnen und Schüler gestalteten ihre englischen Dialoge sowie Spielfiguren selbstverantwortlich und bewiesen viel Kreativität im Umgang mit ihren Sprechrollen. Unter großem Applaus endeten die beiden Aufführungen zur Freude aller Beteiligten. Schulleiter Christian Buchner lobte im Gespräch den großartigen Einsatz der Theaterklasse, die unter Leitung von Stefanie Maier mittlerweile eine etablierte Größe als Teil des regulären Unterrichts der Realschule sei, und betonte damit auch die Bedeutung des Präsentierens als eine Schlüsselqualifikation in der heutigen Berufswelt. Nach diesem erfolgreichen und überzeugenden Auftritt darf man sich schon bereits jetzt noch auf viele weitere Theaterstücke der Realschüler freuen.