Mit Hochdruck geht die Gemeinde das "Nahwärmenetz für Fuchsstadt" an. Für das Projekt einer mit Eigenmaterial betriebenen Hackschnitzel-Heizanlage für den Ort hatte der Gemeinderat bereits seine Zustimmung signalisiert unter der Voraussetzung, dass eine Genossenschaft für das Vorhaben entsteht.

Mitglieder sind gesucht und willkommen. Zwecks Information für die Bürger ist jetzt eine Broschüre in Druck gegangen. Noch im Mai will die Gemeinde eine Abfrage bei Interessenten starten, der im Juni der Rücklauf der Fragebögen und die Berechnung der Heizanlage folgen soll. Für den September ist eine Informationsveranstaltung terminiert. Der Planungsbeginn folgt im vierten Quartal des Jahres. Anfragen sind zudem bei der Gemeinde unter Tel.: 09732/ 26 64 möglich.

Bürgermeister René Gerner (ZAG) hielt weitere Information in der jüngsten Ratssitzung bereit. Am "Insekten-Gärtle", das vom Allianz-Regionalbudget mit 7400 Euro gefördert wird, werden die Wände verputzt. Dieter Büttner übernimmt die Pflasterung. Auch eine "Kräuterschnecke" entsteht. Für die Jury war dieser Antrag die beste Idee, informierte Gerner.

Förderung für Pflanzaktion

Wie das Waldförderprogramm auswies, ließ Fuchsstadt im Vorjahr 12 750 Bäume pflanzen. Dafür ging eine Förderung in Höhe von 37 500 Euro ein. Klimaunterstützend wurden Buchen, Weißtannen, Bergahorn Elsbeere und andere Arten eingesetzt.

Als optisch überaus gelungenen Erfolg wertete Gerner auch die Fertigstellung des Pausenhofs der Johannes-Petri-Schule. Für die Windkraftanlagen erwartet die Gemeinde zeitnah den Turmbau.

Präsentation der Allianz

Speziell den sechs neuen Gemeinderäten stellte Manager Holger Becker das Konzept, die Projekte und Ziele der "Allianz Fränkisches Saaletal" mit seinen neun Mitgliedsgemeinden vor. Fuchsstadt profitierte bereits von diesem Netzwerk beispielsweise mit dem "Probierbaum" und der Förderung für das "Insekten-Gärtle". Nicht zu verwechseln sei das "Fränkische Saaletal" mit der Allianz "Frankens Saalestück", in dem touristische Belange die primäre Rolle spielen. Neben den genannten Initiativen ist Becker auch Ansprechpartner für dörfliche Innenentwicklung, das Kernwegenetz und die Sicherung der ärztlichen Versorgung sobald der "Initiativkreis Hausärzte" seine Aktivitäten wieder aufnimmt. Bis 2022 steht erneut ein jährliches Regionalbudget von 100 000 Euro für förderungswürdige Projekte zur Verfügung.

Keine Einwände erhob der Rat gegen den Umlagebescheid des Abwasserzweckverbands Thulba-Saale, der für das Haushaltsjahr 2021 eine Betriebsumlage in Höhe von knapp 77 000 Euro und eine Schuldendienstumlage von ca. 9000 Euro erhebt. Für den Kauf eines Geschwindigkeitsmessungsgerätes wurden drei Angebote eingeholt. Das wirtschaftlichste Objekt dotiert auf ca. 2680 Euro und arbeitet mit integrierten Solarzellen. Eine Entscheidung über den Kauf fällt in der nächsten Ratssitzung.

Wo könnte Ladesäule hin?

Das Sonderprogramm "Stadt und Land" bezuschusst Solar-Ladesäulen für E-Bikes mit 75 bis 90 Prozent bis Ende des Jahres. Über den Bau einer Ladesäule und den eventuellen Standort will sich das Gremium "Gedanken machen" ebenso wie über ein 500 Meter langes Radweg-Teilstück von der Biogas-Anlage bis zur Erdfunkstelle.

Gemeinderätin Eva-Maria Conrad regte Bio-Grablichter an, die entweder im örtlichen Kaufhaus Pfeuffer oder über einen Automaten bezogen werden können.

Zum Bau einer Kfz-Unterstellhalle für die Gemeinde informierte Gerner über mehrere Änderungen im Bauantrag. Die Planung wurde "gedreht", das Gebäude erhält drei Tore und außenliegende Lagerflächen. Einmütig genehmigten die Räte auch den Neubau eines Pflanzenhauses mit überdachter Terrasse in der Schweinfurter Straße. Die Errichtung eines Wohnhauses mit zwei Garagen im Neubaugebiet "Hinterm Turm III" erhielt bei Befreiungen von den Festsetzungen die mehrheitliche Zusage. Zur Bauvoranfrage für ein Mehrfamilienhaus in der "Oberen Dorfstraße" wünscht sich das Gremium eine passendere Dachform und Parkplätze.