Nach mehr als sieben Monaten Abstinenz ließ der Jugendmusikverein Aura wieder von sich hören. Am vergangenen Sonntag veranstaltete er ein Open Air Konzert hintereinander an vier verschiedenen Plätzen im Ort. Obwohl nur wenige Proben vorausgingen, hatten die Musiker wohlklingende Polkas, Märsche und Modernes im Programm.

Viele Zuhörer

Erfreulich viele Zuhörer ließen sich an den vier Stationen von den hohen Temperaturen nicht abhalten, genossen die Auftritte und sparten nicht mit Applaus. Wie eine Musikerin, die das Event von der Planung bis zum Abschluss begleitete, berichtet, kam die Idee eines Platzkonzerts an vier verschiedenen Stationen vom musikalischen Vorstand Johannes Hammerl, und wurde anfangs kontrovers diskutiert. Er hielt es für nötig, nachdem man Corona-bedingt so lange nicht auftreten durfte, den Ortsbürgern zu zeigen: Der Jugendmusikverein lebt! Der Transport des Zubehörs wie Schlagzeug, Tuba, Notenständer, Noten und Getränken habe einiges an Geschick und Logistik erfordert. Die Hauptakteure des Transports waren in erster Linie die Drummer. "Was die aufbautechnisch und transportmäßig geleistet haben - einfach toll", so die Musikerin weiter. Es habe schon ein bisschen gedauert, bis sich alle sortiert hatten, wer wo zu stehen hatte, wer unbedingt Schatten brauchte, wer sitzen musste. Aber dann ging es los, frisch voran, laut und breit. Den Auraern hat es gefallen. Sie kamen trotz Hitze aus ihren Häusern, mit Kind und Kegel, gelegentlich mit Hund. Einer versuchte sie mit seinem Bellen zu übertönen - keine Chance. Ein Höhepunkt: Am Naturbad Aura wurde für einen Fan zum Geburtstag die Lieblingspolka unter großem Applaus vieler Zuhörer gespielt. Am alten Feuerwehrhaus, der letzten Station des Auftritts, klang der Abend bei Getränken und Gesprächen aus. Ein rundum gelungener Neustart nach den Corona-Einschränkungen.