Obwohl es seit fast 80 Jahren keine jüdischen Einwohner mehr gibt, existieren noch Spuren ihrer mindestens 450 Jahre langen Anwesenheit in Westheim. Diese ins Bewusstsein der Menschen zu rücken, ist Teil der Arbeit von Cornelia Mence, der Kreisheimatpflegerin. Mit einer Führung durch Westheim am 11. Juni, möchte sie Interessierten auf die jüdische Geschichte im Hammelburger Stadtteil aufmerksam machen.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts hatte der Ort die zahlenmäßig größte jüdische Bevölkerung des heutigen Landkreises Bad Kissingen. Die Westheimer Juden waren geschätzte Mitglieder der Gemeinschaft, sie waren aktiv in Vereinen und im Gemeinderat.

Die Kreisheimatpflegerin Cornelia Mence beschäftigt sich seit vielen Jahrzehnten mit der Geschichte der jüdischen Bevölkerung in den Altlandkreisen Hammelburg und Bad Brückenau. Bei der Führung stellt sie Stationen der Westheimer Juden vor, wie den Benjamin-Hirschenberger- Platz, die Synagoge und Mikwe. Cornelia Mence geht dabei auch auf Geschichten und Schicksale von jüdischen Familien und Einzelpersonen ein.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Jubiläumsjahres "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" statt. Start ist um 18.30 Uhr an der Ecke Westheimer Straße/ Grenzstraße.

Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt. Eine Anmeldung per E-Mail an kulturamt@hammelburg.de oder telefonisch unter 09732-902430 ist daher unbedingt erforderlich. Personen, die in den letzten 14 Tagen Kontakt zu COVID-19-Fällen hatten sowie Personen mit unspezifischen Krankheitssymptomen dürfen bei der Führung nicht teilnehmen. Während der Führung ist eine FFP2-Maske zu tragen, ein Negativtest ist nicht erforderlich.