In einem der größten Ausbildungsbetriebe der Region, der Ausbildungswerkstatt der Infanterieschule, wurden nun - im 60. Ausbildungsjahrgang - elf Auszubildende nach der Gesellenprüfung zum Kfz-Mechatroniker auf dem Hammelburger Lagerberg in den Gesellenstand erhoben und gefeiert. Vor zahlreichen Ehrengästen wurden sie in einer Feierstunde "freigesprochen" und nahmen freudestrahlend ihren Gesellenbrief entgegen.

Unter der Leitung des Technischen Regierungsamtsinspektor Martin Stürmer und durch das Ausbildungspersonal handwerklich bestmöglich vorbereitet, traten sie kürzlich vor den Prüfungsausschuss der Kfz.-Innung Unterfrankens. Jetzt konnten zwei junge Frauen und neun junge Männer nach bestandener Prüfung aus deren Ausbildungsverhältnissen mit guten und sehr guten Ergebnissen entlassen werden.

Dank der Bundeswehr und des Bundeswehrdienstleistungszentrums Hammelburg haben die neuen Gesellinnen und Gesellen ihre Ausbildungen sogar verkürzen können und starten in ihren nächsten Lebensabschnitt. Künftig werden beide Gesellinnen die Meisterschule besuchen, fünf Gesellen werden in der freien Wirtschaft durchstarten, zwei werden weiterführende Schulen besuchen und zwei haben sich bei der Bundeswehr für eine Laufbahn als Soldat beworben.

Marcel Ruppert war der Beste

Stellvertretend für den Kommandeur Infanterieschule und General der Infanterie, Brigadegeneral Michael Matz, nahm der Leiter des Bereiches Unterstützung, Oberstleutnant Frank Dietrich, an der Freisprechungsfeier teil, beglückwünschte die "frischgebackenen" Gesellinnen und Gesellen und übergab den Bestpreis des Generals der Infanterie an den Lehrgangsbesten Marcel Ruppert. In seinem Grußwort wandte er sich anerkennend dem Ausbildungsleiters Martin Stürmer und den Ausbildern der Lehrwerkstatt zu. Frei nach Goethe zitierte er: "Menschen werden von Menschen und Gute von Guten geformt."

Für die Staatliche Berufsschule Bad Kissingen sprach Oberstudienrat Peter Dacho mit Blick auf die Corona-Pandemie von einer herausfordernden Ausbildungszeit, die von gleich zwei Lockdowns und Unterricht per Homeschooling sowie Videokonferenzen geprägt waren. Für ihn eine interessante Erfahrung, da er aus Hintergrundbildern während der Videokonferenzen seine Azubis auch von einer sehr persönlichen Seite kennenlernen durfte.