Drei Stelen mit Hinweisen auf die Geschichte und Kunstschätze der Alten Schutzengelkirche wurden im Dezember erstellt und kürzlich von Pfarrer Johannes Werst mit einem Segensgebet gesegnet. Durch das Projekt "Inwertsetzung der Alten Schutzengelkirche Gräfendorf durch Informations- und Beschilderungsmaßnahmen" konnten vom Innenministerium des Bundes 18 750 Euro Fördermittel abgerufen werden. Ein QR-Code ermöglicht einen virtuellen 360-Grad-Rundgang durch die Alte Schutzengelkirche.

Projekt kostete über 26 000 Euro

Drei metallene Stelen mit farbigen Hinweistafeln weisen seit Ende Dezember auf die kunstgeschichtliche Bedeutung der beiden katholischen Kirchen hin. Vor der Alten Schutzengelkirche aus dem Jahr 1867 im neoromanischen Stil stehen zwei Stelen zu den Themen "Alte Schutzengelkirche - Gotteshaus über Gräfendorf" und "Kirche in Gefahr - Sanierung, Abriss, Neubau?".

Eine dritte Stele mit den Informationen "Neue Schutzengelkirche - Gotteshaus und Gemeindezentrum" steht auf der Wiese vor dem Parkplatz der Neuen Schutzengelkirche. Diese steht schräg in der Wiese, um dem Betrachter der Informationstafel den Blick auf beide Kirchen zu ermöglichen. Das Projekt wurde durch Kirchenpfleger und Bürgermeister Johannes Wagenpfahl angestoßen und vom Förderverein Alte Schutzengelkirche e.V. umgesetzt.

Sehr viel Zeit investierte auch der Kassier des Fördervereins Johannes Sitter. Er sammelte Informationen zur Geschichte der Alten Schutzengelkirche, den Bildern, Figuren und den Wandmalereien in dem Sakralbau und setzte sich mit den christlichen Motiven und Wandinschriften im Eingangsbereich und im Chor der Kirche auseinander.

Er organisierte die Ausschreibungen für die Umsetzung der Arbeiten und stellte den Förderantrag. Ausgeführt wurden die Arbeiten von der Firma "Frankonzept GbR" aus Würzburg. Die Tafeln wurden auf Stahlstelen angebracht, die die Firma Albrecht Kleinhenz aus Gräfendorf erstellte. Begleitet wurde das über 26 000 Euro teure Projekt von der Wider-Sense TraFo gGmbH aus Berlin und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, welche die Maßnahme "Kirchturmdenken. Sakralbauten in ländlichen Räumen" fördert. Die Mittel stammen aus dem Bundesprogramm "Ländliche Entwicklung" des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Führungen sind virtuell und vor Ort möglich

Auf den Stelen und in einer zusätzlich erstellten Broschüre befindet sich ein QR-Code zum Link auf einen virtuellen 360-Grad-Rundgang durch die Alte Schutzengelkirche. Hier können sich Interessierte über das Internet verschiedene Eindrücke mit Erklärungen zum Innenraum auf ihr Smartphone herunterladen und in das Innere der Kirche blicken, auch wenn die Türen verschlossen sind. In diesem Projekt entstand auch eine Hochglanzbroschüre mit einer Auflage von 500 Stück, in der die Geschichte und die Kunstobjekte der Alten Schutzengelkirche, auf einer Anhöhe an der Schondrabrücke, und der Neuen Schutzengelkirche, im Pfarrzentrum in der Ortsmitte, beschrieben sind.

Neben der virtuellen Besichtigung öffnet Johannes Sitter auch weiterhin die Türen für einen realen Besuch. Wer interessiert ist, kann sich per E-Mail an johannessitter49@gmail.com wenden.

Wolfgang Schelbert