Berthold Schärpf feiert heute, Freitag, 25. September, seinen 90. Geburtstag. Als viertes von sechs Kindern wuchs er in Langendorf auf, besuchte dort die Volksschule und anschließend bis zum Kriegsende 1945 das Frobenius-Gymnasium in Hammelburg. 1946 begann er eine Lehre als Elektriker bei der Firma Rudolf Schwab. Danach war er unter anderem fünf Jahre lang bei den Höchst-Werken in Frankfurt beschäftigt. Ab 1960 arbeitete er dann beim Überlandwerk Unterfranken - heute Bayernwerk.

1966 bis 1978 war Schärpf Mitglied im Gemeinderat, davon eine Periode als 3. Bürgermeister. Anschließend war er sechs Jahre im Gemeinderat der Großgemeinde Elfershausen. Er prägte die Entwicklung der Gemeinde in diesen Jahren entscheidend mit und ist Mitglied bei fast allen Ortsvereinen, etwa im Gesang- und im Musikverein, sowie seit 72 Jahren beim SV Langendorf. Außerdem gehört er seit 45 Jahren der CSU an und ist Gründungsmitglied der "Freunde der Trimburg". 1985 bekam er die Bürgermedaille für besondere Verdienste verliehen, 1993 ging er nach 48 Berufsjahren in den Ruhestand.

Schon seit jungen Jahren war sein Hobby das Fotografieren. Darüber hinaus liest Schärpf seit 60 Jahren die Saale-Zeitung und ist Fan des "FC Bayern München". Trotz mehrerer Operationen ist der Jubilar was seine Gesundheit betrifft zufrieden.

Mit dem 90. Geburtstag feiert die Familie gleichzeitig noch Diamantene Hochzeit, die er mit seiner Frau Hiltrud am 8. Mai hatte, und die aufgrund der Corona-Beschränkungen verschoben werden musste.

Seit 60 Jahren ein Paar

Am 8. Mai 1960 heiratete Berthold Schärpf seine Frau Hiltrud im Kloster Altstadt. An diesem Tag zogen die Eheleute auch ins neu gebaute Eigenheim. Hiltrud Schärpf, geb. Stadler, kam als jüngstes von drei Geschwistern am 5. Februar 1939 in Untereschenbach zur Welt. Sie arbeitete als Verkäuferin bei der Firma Ortloff in Hammelburg. Seit der Geburt des ersten Kindes kümmerte sie sich um den Haushalt sowie um den großen Garten.

Die Eheleute mussten in all den Jahren auch schwere Schicksalsschläge hinnehmen. Der älteste Sohn Udo kam 1987 bei einer Bergwanderung auf der Zugspitze ums Leben, der jüngste Sohn René wurde fünf Jahre später unverschuldet bei einem Autounfall getötet. Beide wurden nur 24 Jahre alt.

Mit Sohn Wolfgang und seiner Familie wohnt das Ehepaar zusammen in einem Haus, Tochter Christel übernimmt viele Erledigungen. Neben den Kindern mit Ehepartnern gratulieren noch fünf Enkel und ein Urenkel.