Einen Anschluss an das Radwegenetz in Richtung Süden wird es für Fuchsstadt nicht geben. Der Gemeinderat lehnte das Vorhaben aus ökologischen, vor allem aber aus finanziellen Gründen, ab. Die minimale Zeitersparnisse für auswärtig Arbeitende, die den Radweg nutzen könnten, rechtfertigen die Ausgaben nicht - auch wenn eine es eine Förderung gibt - befand die Mehrheit des Gremiums.

In der Ratssitzung lagen zwei Varianten vor, von denen eine über einen Höhenweg und 1,2 Kilometer durch das Flora und Fauna-Habitat (FFH) führt. Ein vorhandener Feld- und Waldweg könnte dafür genutzt werden. Die Kosten: 720 000 Euro. Die alternative Variante über 2,2 Kilometer schlägt mit einem Kostenaufwand von 970 000 Euro zu Buche. Fuchsstadt müsste nach Abzug der Förderung ein Zehntel des Preises übernehmen.

Versteckte Kosten?

Willibald Kippes erinnerte an die Preissteigerungen seit 2018, dem Jahr aus dem die Planung stammt. Zudem werde ein vorhandener Feldweg genutzt, der auch so wieder auszubauen ist, also auf drei Meter Breite statt der veranschlagten 2,5 Meter - was die Kosten nochmals verteuert. "Ist das die Sache wert?", fragte 2. Bürgermeister Dirk Volz (CSU). Eva-Maria Conrad (ZAG) wollte wissen: "Wer fährt warum auf diesem Weg?". 3. Bürgermeister Mario Hugo (UWG) setzte der Debatte den Schlusspunkt mit den Worten: "So viel können Radfahrer gar nicht herausholen, dass sich das Projekt in 200 Jahren amortisiert".

Die Anlieger "Am Gräfenberg" reichten ein Antrag auf Sanierung der Wasserversorgung ein. Bürgermeister René Gerner (ZAG) lagen dafür Angebote vor. Demnach kostet ein Meter Leitungssanierung etwa 650 Euro, ein Leitungsneubau käme im Meterpreis auf etwa die Hälfte der Summe. Gerner vermutet, dass vor allem defekte Schieber die Ursache dafür sind, wenn verunreinigtes Wasser aus dem Hahn kommt. Das Büro Alka soll jetzt eine Kostenschätzung für Wasser- und Kanalmaßnahmen vorlegen. Mit dem Projekt sind auch zwei andere Themen anhängig, die Bordsteine und Gehwege sowie der Glasfaseranschluss.

Sitzgelegenheiten und Schatten inklusive

Einmütig stimmte das Ratsgremium für die Neugestaltung des Pausenhofs der Johannes-Petri-Schule in Fuchsstadt, der vier Bäume und drei Spielfelder bekommen soll. Jürgen Wittmer (UWG) forderte, dass "gestandene" Bäume gepflanzt werden, "unter denen man auch Sitz und Schatten findet".

Eine Unterstellhalle für den Bauhof plant die Gemeinde "Im Gründlein". Mit vier Toren, einem Trockenraum für die Forstwirte, WC, Lager und vier Stellplätzen ausgestattet wird das Gebäude mit Holz verschalt. Der Brandschutz ist noch abzuklären. Ohne Einwände stimmten die Räte für eine Planerstellung.

Eine Grundsatzentscheidung fällten die Räten über die Höhe von Stützmauern. Im Baugebiet "Hinterm Turm III" soll diese künftig 1,20 Meter betragen. Auslöser war der Bauantrag für eine dortige Stützmauer, dem der Rat ansonsten eine isolierte Befreiung zusprach. Für die Errichtung eines Wohngebäudes mit Garage und Carport "Am Bendel" erteilte das Gremium die nötigen Befreiungen. Diese erhielt auch der Antragsteller einer Werbeanlage im Gewerbegebiet "Neumühle", vorausgesetzt dass das Straßenbauamt keine Einwände wegen der Straßennähe äußert.

Allianz fördert Projekt, Gartler packen an

An der Ecke Kissinger Straße/ Friedhof-Straße entsteht ein "Insekten-Gärtle". Fuchsstadt beteiligte sich mit diesem Projekt am Angebot des Allianz-Regionalbudget, das Maßnahmen dieser Art fördert und erreichte die höchste Punktzahl. Ausgestattet wird das Areal mit einer Bienenweide, einer Kräuterschnecke und viel Grün, das der örtliche Obst- und Gartenbauverein anpflanzt.

Aufgrund der Pandemielage kann keine Dienstversammlung der Feuerwehr mit Neuwahl stattfinden. Die Amtszeit vom Kommandant Peter Stöth und seines Stellvertreters Dirk Volz läuft in Kürze ab. Deshalb mussten zwei Not-Kommandanten durch den Gemeinderat bestellt werden. Stöth und Volz übernehmen diese Ämter bis zur Neuwahl. Der Rat stimmte zu.

Neugefasst ist die Verordnung zur Reinhaltung und Reinigung öffentlicher Straßen und Sicherung der Gehwege im Winter. Im wesentlichen der bisherigen Fassung entsprechend müssen Straßen künftig bei Bedarf - nicht nur einmal im Monat - gereinigt werden, Moos und Gras ist ebenfalls zu entfernen.