Die Pfarrgemeinde St. Laurentius in Aura hat das 50-jährige Jubiläum seiner Dorfkirche gefeiert. Die Messe, die coronabedingt auf dem Schulhof stattfand, wurde von Pfarrvikar Matthias Karwath zelebriert.

Kirchenpfleger Gerhard Klamet gab auf Grundlage eines Berichtes des damaligen Pfarrers Josef Baumgart einen Rückblick auf die Entstehungsgeschichte der Dorfkirche. Er schilderte die Mühen und Anstrengungen, die es bis zur Altarweihe am 29. Juni 1971 und darüber hinaus zu bewältigen galt. Der Bau der Dorfkirche war damals Wunsch der Gemeinde, um den früher recht beschwerlichen Weg zur Klosterkirche zu ersparen. Diese wird heute noch bei hohen Kirchenfesten, Hochzeiten und Beerdigungen genutzt.

Der Bau der "Notkirche", wie sie damals betitelt wurde, sorgte für einen nicht unbeträchtlichen Anstieg der Gottesdienstbesucher und dies über viele Jahre - auch dann noch, als in den umliegenden Gemeinden die Zahl der Kirchgänger bereits nachließ.

Zahlreiche notwendige Umplanungen, denen ein stetiger Zwist zwischen Pfarrer und bischöflichem Bauamt vorherging, forderten den 80 Helfern alles ab. Auch nach der Altarweihe am 29. Juni 1971 - die aufgrund fehlerhafter Planungen an der Be- und Entlüftungsanlage zu einer schweißtreibenden Angelegenheit wurde - mussten noch auf durch anstrengende Knochenarbeit Änderungen vorgenommen werden.

Doch die Mühen von Kirchenverwaltung und Pfarrer Baumgart trugen Früchte, und so feiert die Auraer Kirchengemeinde heute Gottesdienst in einem Kirchenraum mit festem Altar, Steinfußboden und Kirchenbänken anstatt in einem wie vom bischöflichen Bauamt ursprünglich geplanten Gemeindesaal mit Stühlen und PVC Bodenbelag.

In der Dorfkirchen zelebrierten seit der Fertigstellung im Jahr 1971: Pfarrer Josef Baumgart, Pfarrer Arno Stöcklein, Pfarrer Jürgen Schwarz sowie Pfarrer Sony Kochumalayil.