Über 100 Gläubige versammelten sich zum Gottesdienst zu Mariä Himmelfahrt am Samstag. Die Kirche hat in Corona-Zeiten viele Auflagen zu erfüllen. Hände desinfizieren, Begleitung zum Sitzplatz, Mundschutz beim Singen tragen, geordneter Ablauf bei der Kommunion und vieles mehr, das ließen die Kirchgänger gerne über sich ergehen und standen auch geduldig in der Warteschlange.

Als virtuoser Kantor an der Orgel zeigte sich Dieter Blum. Sowohl musikalisch als auch gesanglich zeigte sich in dem Gottesdienst eine religiöse Kraft, die es vermochte, tief zu berühren. Feierlich und ergreifend das von Gounod 1852 komponierte "Ave Maria" mit Bachs harmonischen Akkorden spielte Kantor Blum wohltemperiert auf der Orgel. Erst 1859 wurde der Text des lateinischen Ave-Maria-Gebets unterlegt.

Stadtpfarrer Thomas Eschenbacher verdeutlichte in seiner Predigt, was Maria für uns bedeuten kann. Maria ermutigt uns, dem Himmel nahe zu sein. Maria hatte auch für vieles kein Verständnis und zweifelte. Doch die Muttergottes war immer positiv und im Glaube unerschütterlich. Sie nahm alles an, jedoch nicht ohne Zweifel, und hinterfragte stets.

Duftende Kräuter

Der Duft der Kräutersträuße erfüllte den Kirchplatz. Im Anschluss an den Gottesdienst segnete Stadtpfarrer Eschenbacher 170 Kräutersträuße, bestehend aus sieben Kräutern, welche sechs Kolpingfrauen gemeinsam in drei Stunden banden. Die Sieben Schöpfungstage sowie die sieben Sakramente geben dieser Zahl den Bezug.

Erstmalig zeigte mit Gerhard Becker, Vorsitzender der Kolpingsfamilie, ein Mann sein Geschick beim Binden der Sträuße. Die liebevoll gebundenen Sträuße wurden gerne mit nach Hause genommen. Insgesamt 700 Euro aus den Spenden für die Kräuter kommen nun den Renovierungsarbeiten des Marienchores und der Kreuzigungsgruppe am Schlossberg zugute.