Das Weihnachtsangebot im Wasserhaus war in diesem Jahr so dicht, wie schon lange nicht mehr. Zum dritten Mal läutete der Verein die Feiertage mit einer nicht ganz ernst gemeinten Revue zum Weltuntergang ein. Nach dreijähriger Pause öffneten die Organisatoren obendrein erstmals wieder an Weihnachten die Pforten. Abgerundet wurden die "Feierlichkeiten" von der traditionellen "X-mas-Party". Dem lautstarken musikalischen Weihnachtsruf waren gleich mehrere Hundert Menschen gefolgt.
Besinnlich, tanzbar, kreativ: Eingefleischte Musikfans hatten sich die drei Veranstaltungstermine schon seit Monaten im Kalender vorgemerkt. Pünktlich zum Start in die Feierlichkeiten standen sie parat, um den so genannten "Doomsday's Eve - Die Weihnachtsrevue Part III" mit ihren Gastgebern "Manche mögen Tofu-Tigers" zu begehen.

Mammut-Programm

"Die Leute, die da waren, hatten auf jeden Fall ihren Spaß und sind auf ihre Kosten gekommen", freuten sich die Gastgeber nach dem erfolgreichen Auftakt. ".Mr. Moschelini‘ hat den Abend gewohnt charmant eröffnet, anschließend animierten der Schwärzelbacher Dinu samt Verstärkung am Cajon als ,Black River City Boys‘ zum Mitsingen." Das Highlight der "Doomsday's Eve"-Nacht könnte aber durchaus der Unplugged-Auftritt der "Sockenbrötchen" zum zehnjährigen Bestehen von "Sockenbrot" gewesen sein, die mit ihrem neuen Hit die Stimmung zum Kochen gebracht hätten, so die Organisatoren. Mit dabei waren auch "The Brief Kicks" aus Würzburg, die handwerklich guten Bluesrock boten, "der einfach Spaß machte". Abermals beschlossen die Gastgeber "Manche mögen Tofu-Tigers" mit einem Mammut-Programm aus "Spiel, Spaß und Tuba" den gelungenen Abend.
Unter dem Motto "Nach der Bescherung ist vor der Bescherung ...", wurde nur vier Tage später eine alte Tradition wieder belebt. Drei Jahre fiel der einst so beliebte "Heilig-DJ-Abend" der Musikini aus. Mit der neuen regionalen Formation "Bei die Omma" gelang der Neustart in dieses Jahr mit Bravour. Die beiden Sängerinnen Larissa Hoppe und Liane Vierheilig boten bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt im Wasserhaus gemeinsam mit ihren Bandkollegen, dem Gitarristen Leander Vierheilig, Keyboarder Michael Schneider, Bassist Peter Kaiser und Schlagzeuger Burkhard Fenn, einen echten Rundumschlag durch sämtliche musikalischen Genres. Die Songs von Kool and the Gang, Adele, Pink, Lady Gaga, AC/DC oder auch Rage against the Machine gingen dem Publikum sofort in die Beine und sorgten sicherlich dafür, dass die ein oder andere zuvor angefutterte Kalorie sofort wieder von den Hüften verschwand.

Festliche Dekoration

Abgerundet wurde der sehr gut besuchte Heilige Abend im Wasserhaus von einer wunderbar festlichen Dekoration, die den familiären Charakter des Konzertes gekonnt unterstrich. "Sowohl das Publikum als auch die Band konnten im Nachhinein sagen: Weihnachtlicher war Weihnachten noch nie!", fasst Organisator Burkhard Fenn zusammen. Für ihn und seine Bandkollegen hätte die Nacht wohl nicht besser laufen können. Ihr Experiment zum Fest war geglückt: "Es ist immer wieder erstaunlich, wie gut die alten Klassiker auch beim Jungvolk ankommen", so der einstige Musikini-Vorstand.
"Wie in jedem Jahr, so zog die "X-mas-Party" auch diesmal gleich mehrere Hundert Gäste auf das Areal der Musikini. Die "Mixed Pickles" boten den Gästen ein abwechslungsreiches Programm in bunt gemixten Formationen. Bei Hits wie "Kumba Yo!" der Guano Apes, Biffy Clyros "Mountains", Lordis "Hard Rock Hallelujah", "Spacelord" von Monster Magnet oder Green Days "Basket Case" sang das Publikum begeistert mit.
"Für uns ist die ,X-mas-Party‘ ein wunderbarer Jahresabschluss gewesen", ziehen die beiden Vorstände Daniel Wolf und Sean Miller Bilanz. Mit dieser "musikalischen Stimmungslawine" schließe sich der Kreis. Jetzt hoffen sie gemeinsam mit der erst vor wenigen Wochen neu gewählten Vorstandschaft auf einen schwungvollen Start in die neue Saison. "Es wäre schön, wenn sich die weihnachtliche Euphorie noch etwas länger halten und vor allem nachhaltig auf die jungen Leute in der Gegend übertragen würde." "In unseren Probenräumen sind jederzeit herzlich gerne neue Formationen willkommen. Und auch hinter den Kulissen der Musikini kann tatkräftig ,mitgewerkelt‘ werden."
Für die kommenden Wochen kehrt nun aber erst einmal Ruhe ins Wasserhaus ein. Am 31. Januar, ab 20 Uhr, lockt dann das "Heimspiel" und damit eine neuerliche Präsentation der aktuellen Musikini-Bands. Mehr unter: www.musikini.de Nicole Oppelt